Schnelle Hilfe gegen Notverkauf der Tiere. Hitze-Schäden / Gerade bei den Futterpflanzen gibt es die größten Ernte-Ausfälle, Politik will rasche Aktionen für die Tierhalter starten.

Erstellt am 07. August 2013 (12:00)
Niki Berlakovich kündigt rasche Hilfe für dürregeschädigte Bauern an. Marschik
NOEN, Erich Marschik
Von Anton Johann Fuchs

Die zweite Heuernte verzeichnete im südlichen Niederösterreich Ernteeinbußen bis 80 Prozent, im Alpenvorland und südlichen Waldviertel 25 bis 50 Prozent. Bei der dritten Heuernte rechnen die Bezirksbauernkammern im südlichen NÖ mit Totalausfällen, im restlichen Land mit regional 50 bis 70 Prozent weniger Heu.

Die zweite wichtige Futterpflanze, der Mais, hat auf Schotterböden bereits irreversible Schäden mit totalem Ernteausfall. Bleibt es so trocken, ist in den restlichen Maisanbaugebieten mit Ertragsausfällen bis 50 Prozent zu rechnen.

Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich hat rasch reagiert, um Notverkäufe und Notschlachtungen zu verhindern, weil sich Tierhalter den teuren Zukauf von Futtermitteln nicht leisten können: „Wir werden den betroffenen Bauern so rasch und effektiv wie möglich helfen.“ Der Zukauf von Heu, Silage, Stroh und Trockenschnitte soll aus Bundes- und Landesmitteln gefördert werden, das soll aus dem Katastrophenfonds gedeckt werden.

Bei den Agrarinvestitionskrediten werden die Ratenzahlungen ausgesetzt. Blühflächen und Wiesen mit Nutzungseinschränkungen werden für zusätzliche Futtermittelproduktion freigegeben. Und auch die Betriebsmittelkredite werden ausgeweitet.