Start ins Schuljahr. Mit 1. September startet das Schuljahr 2014/15. Es bringt einige Änderungen – etwa die flächendeckende Zentralmatura.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 01. September 2014 (02:01)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Der Präsident des Landesschulrats Hermann Helm mit Bildungslandesrätin Barbara Schwarz.
NOEN, Foto: NLK Filzwieser

Der Startschuss für das neue Schuljahr 2014/15 ist gefallen. Es ist übrigens das längst mögliche: Es startet am 1. September, dem frühesten Termin, und endet am 3. Juli – dem spätestmöglichen Datum.

Das Schuljahr bringt drei wesentliche Neuerungen mit sich. Zum einen ist die Zentralmatura erstmals verpflichtend in allen allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS). Außerdem gibt es in NÖ heuer keine Hauptschulen mehr. „Erstmals beginnen alle Pflichtschüler in einer Neuen Mittelschule“, erklärt ÖVP-Bildungslandesrätin Barbara Schwarz. Außerdem ist bundesweit die Auflösung der Bezirksschulräte – in Niederösterreich 25 – passiert. Deren Aufgaben wurden von Pflichtschulinspektoren übernommen.
Die Zahl der Schulstandorte ist in NÖ unverändert. „Wir haben keine Schulstandorte geschlossen“, so Hermann Helm, Präsident des Landesschulrats.

Nachmittagsbetreuung wird weiter ausgebaut

Im kommenden Schuljahr soll in NÖ die Nachmittagsbetreuung weiter ausgebaut werden. An mittlerweile 427 Pflichtschulstandorten werde die Nachmittagsbetreuung angeboten, im vergangenen Jahr waren es noch 387 Standorte, so Bildungslandesrätin Schwarz.

Verbesserungsbedarf sieht sie bei der Verwaltung und der Neuen Mittelschule (NMS). Die Ressourcen sollen von der Verwaltung zu den Schülern wandern, so der Wunsch der Landesrätin. Einsparungspotenzial ortet sie etwa bei Bewilligungsverfahren für Schulversuche und den Einstellungen der Lehrer (die müssen vom Bund genehmigt werden, was in der Regel nachträglich passiert). Helm und Schwarz wünschen sich mehr Kompetenzen für die Länder. „Doppelgleisigkeiten sollen eingespart werden“, so Schwarz. Anfang Oktober werden diese Punkte bei einem Schulgipfel diskutiert.

AHS und NMS - gleicher Lehrplan

Was die NMS betrifft, müsse man sich anschauen, ob das Co-Teaching funktioniert, sagt Schwarz. Gerade in Anfangsbefragungen gab es oft den Hinweis auf „Heizkörperlehrer“, so Schwarz – ein Lehrer würde unterrichten, der zweite nur am Heizkörper lehnen. Das Ziel müsse sein, dass die NMS den Lehrplan der AHS genauso bewältigt – weil es auch der gleiche Lehrplan ist, so Schwarz.


Zahlen und Fakten

  • Schulen in NÖ

Pflichtschulen: 990
Berufsschulen: 23
Bundesschulen: 144

  • Schülerzahlen

Taferlklasser: 16.813
Schüler: 178.200
(Vorjahr: 178.997)
Pflichtschüler: 109.997 (110.293)

  • Lehrer

Pflichtschulen: 13.067
(213 neu Angestellte)
Bundesschulen: 8.202
(231 Anstellungen)
Gesamtpersonalstand: 21.957

  • Schulferien

Die Weihnachtsferien beginnen am 24. Dezember 2014 und dauern bis 6. Jänner 2015.
Die Semesterferien sind in Niederösterreich von 2. bis 7. Februar 2015.
Die schulautonomen Tage wurden in Niederösterreich auf den 15. Mai und den 5. Juni 2015 gelegt.
Die Hauptferien dauern von 4. Juli bis 6. September 2015.

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