Schüler mit Sorgen. Das Land finanziert Beratungsangebot für Schüler bei persönlichen Problemen. SPÖ fordert finanziellen Beitrag vom Bund.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 25. September 2018 (02:48)
Mobbing kann einer der Gründe sein, warum Schüler das Gespräch mit Sozialarbeitern aufsuchen.
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Streit zwischen Mitschülern, Konflikte mit den Eltern oder Stress mit Lehrern. Oft haben Schüler abseits des Lernstoffes Probleme. Um diese in ungestörter Umgebung besprechen zu können, gibt es die Schulsozialarbeit. Ein niederschwelliges Beratungsangebot für Schüler von der Volksschule bis zur Matura, bei dem sie sich an eine schulfremde Person wenden, um über ihre Probleme, Sorgen und Ängste reden zu können oder Rat zu suchen.

Seit 20 Jahren gibt es dieses Angebot in NÖ, aktuell bieten 96 Schulen – fast die Hälfte davon sind Neue Mittelschulen – ein solches auf eigenen Wunsch an. „Unser Bestreben ist, die Schulsozialarbeit auszubauen“, fordert SPÖ-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig eine Beteiligung des Bundes an den Kosten. Aktuell trage der Bund als Schulerhalter von Bundesschulen nichts zur Finanzierung bei. Diese, die sich heuer auf 665.117 Euro beläuft, werde vom Land und den schulerhaltenden Gemeinden getragen.

„Die Gründe, warum Kinder und Jugendliche Sozialarbeit von sich aus in Anspruch nehmen, sind vielfältig“, informiert Sozialarbeiterin Cornelia Letschka vom Institut k.o.m.m., das derzeit 24 Schulen in NÖ mit Sozialarbeit betreut. Doch es fällt auf, dass Probleme rund um die Themen Schule und Familie die meisten Sorgen bereiten. Auffällig sei außerdem, dass der Anteil von Schülern mit psychischen Problemen steige.

Im Detail

6.863 Beratungen wurden 2017 in Schulen in NÖ durchgeführt.

Themenschwerpunkte dabei waren:

Schule 36 Prozent

Familie 21 Prozent

Lebensplanung 17 Prozent

Persönliches 15 Prozent

Freunde 11 Prozent

Quelle: Statistik Schuljahr 2017/18, k.o.m.m.-Institut