Senioren fordern Pensionsverhandlungen im Herbst. Die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP stellen die gesetzlich vorgegebene Erhöhung der Pensionen um 1,6 Prozent für 2014 nicht in Frage, verlangen aber trotzdem wieder Verhandlungen mit der Regierung im Herbst. Dabei soll es vor allem um kleine Pensionen und die Vermeidung von Altersarmut sowie um andere, für die Senioren relevante Themen gehen. Sozialminister Hundstorfer sichert Gespräche zu.

Erstellt am 16. August 2013 (12:35)

Sowohl der Präsident des SPÖ-Pensionistenverbandes als auch die stellvertretende Generalsekretärin des ÖVP-Seniorenbundes, Susanne Walptischeker, stehen nach wie vor zu der Vereinbarung mit der Regierung aus dem Sparpaket, dass die Pensionen heuer um 0,8 Prozentpunkte unter der Inflationsrate angehoben werden. Walpitscheker pochte gegenüber der APA aber auch auf die Einhaltung der anderen Teile dieser Vereinbarung, wonach die Mindestpensionen die volle Inflationsabgeltung von 2,4 Prozent erhalten und in den Jahren 2015 und 2016 alle Pensionen die volle Anpassung bekommen.

Blecha kündigte in einer Aussendung an, dass er bei den Verhandlungen im Herbst "mit aller Kraft" Altersarmut verhindern wolle. Was dies konkret bedeutet, hatte der SPÖ-Pensionistenchef schon vor zwei Wochen in einer Pressekonferenz erklärt: Er verlangt für die Bezieher kleinerer Pensionen, auch für jene die nur knapp über der Ausgleichszulage liegen, mehr.

Einig sind sich die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP in der Forderung, dass die Wartefrist für Neu-Pensionisten, die im ersten Jahr nach Pensionsantritt keine Erhöhung bekommen, durch eine Aliquotierung ersetzt werden soll. Und unisono verlangen sie auch, dass alle Pensionisten den sogenannten Pensionistenabsetzbetrag lukrieren können. Dieser erhöhte Absetzbetrag für alleinverdienende Pensionisten-Ehepaare von 764 Euro ist zwar heuer ausgeweitet worden. Nachdem er davor nur bis zu einem Brutto-Bezug von 1.750 Euro lukriert werden konnte, wurde heuer eine Ausschleifregelung bis 2.200 Euro geschaffen. Die Seniorenvertreter fordern nun jedoch, dass ihn alle Pensionisten in Anspruch nehmen können.