Zentren: "Arztbesuch kann sicher durchgeführt werden" . In den Gesundheitszentren Böheimkirchen, St. Pölten und Schwechat sowie im Gesundheitsnetzwerk Melker Alpenvorland werden die Patientinnen und Patienten wie gewohnt versorgt. Internetangebote und Telefonservices werden seit Frühling gut genutzt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 26. November 2020 (11:17)
Das Primärversorgungszentrum Schwechat
Gerald Burggraf/Archiv

„Der Arztbesuch kann sicher durchgeführt werden. Wir sind gerüstet“, beruhigt Rafael Pichler, Arzt im Primärversorgungszentrum St. Pölten. Die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch: „Seit dem ersten Lockdown haben wir Patientenkontakte nur in voller persönlicher Schutzausrüstung, also FFP-Masken, Handschuhe, Brille und Kittel", erzählt er. Damit sei das Personal immer geschützt, auch wenn sich später herausstellen sollte, dass eine Patientin oder ein Patient positiv getestet wird. 

Wie in St. Pölten läuft die Gesundheitsversorgung in der Coronakrise unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auch in den Gesundheitszentren Böheimkirchen und Schwechat sowie in den Ordinationen des Gesundheitsnetzwerkes Melker Alpenvorland weiter.

„Ziel der Gesundheitszentren und -netzwerke ist eine noch bessere, wohnortnahe Versorgung in der Region zu erreichen. Das gilt auch in Krisenzeiten. Daher läuft der Betrieb in den Gesundheitszentren und im Gesundheitsnetzwerk unter sicheren und strengen Sicherheitsmaßnahmen weiter“, betont NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger. Damit niemand Angst vor einer Ansteckung haben muss, erhalten erkrankte Patientinnen und Patienten separate Termine. 

Befundbesprechung und Termin-Vereinbaren geht digital

Gleichzeitig wurde das digitale Angebot ausgeweitet. Wie die Ärzte berichten, werden die neuen Möglichkeiten auch gut genutzt. "Über neue Technologien sind mittlerweile Befundbesprechungen oder Beratungstermine durch die Gesundheitszentren möglich. Gesundheitszentren sind auch ein Plus für die Patientinnen und Patienten“, meint Eichtinger.

Das Gesundheitszentrum St. Pölten bietet beispielsweise die Möglichkeit, sich zurückrufen zu lassen (www.pvzstpoelten.at). Telemedizin kann angefordert werden. Dauermedikamente können auch online oder telefonisch bestellt werden. Mit jungen Patientinnen und Patienten werden Blutbefund-Besprechungen über moderne  Medien durchgeführt. 

Auf der Internetseite des Gesundheitszentrums Böheimkirchen können Patientinnen und  Patienten über ein Formular mit dem Team, zum Beispiel der Diätologin, Kontakt aufnehmen (www.pve-boe.at). 

Welche Ordination des Netzwerks Melker Alpenvorland gerade offen hat, erfährt man über die Homepage des Netzwerks (pvnmav.at). 

Schon im ersten Lockdown hat das Gesundheitszentrum Schwechat Videos zu Physiotherapie- und Ergotherapie-Themen sowie zahlreiche Tipps online gestellt. Außerdem kann man dort die Rezept-Ideen und Tipps zum Sprechen mit Maske nachlesen (pvz-schwechat.at).

Gesundheitszentren sind vor Ausfällen gesichert

Dank der Zusammenarbeit vieler Kolleginnen und Kollegen sind die Gesundheitszentren auch vor Ausfällen gesichert. In einem Gesundheitszentrum oder -netzwerk nach PVE-Standards arbeiten mehrere Allgemeinmediziner mit anderen Gesundheitsberufen eng zusammen. Im Gesundheitszentrum St. Pölten sind es mittlerweile 41 Personen. Ein Vorteil während der Pandemie: Aufgrund der Menge an beschäftigten Menschen ist man ausfallsicherer - auch, wenn sich eine Ärztin oder ein Arzt in Quarantäne begeben müssen.

„Sowohl die Zentren als auch das Netzwerk haben sich als Anlaufstellen für die medizinische Versorgung in unserem Land voll etabliert. Sie versorgen Notfälle, sind wichtig für die Betreuung chronisch kranker Menschen und Orte der Gesundheitsvorsorge", sagt Gerhard Hutter, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der Österreichischen Gesundheitskasse in Niederösterreich.