Sorge um EU-Wahl. EU-Wahl / Fast drei Viertel der NÖN-Leser gaben bei der Onlineumfrage an, dass der bevorstehende EU-Urnengang für sie „nicht wichtig“ sei.

Erstellt am 23. März 2014 (23:59)
Von Madeleine Kopitschek

Am 25. Mai finden in Österreich die Wahlen zum EU-Parlament statt. Doch die Wahlbeteiligung ist niedrig, bei der letzten EU-Wahl 2009 lag sie nur bei 46 Prozent. Und auch für den bevorstehenden Urnengang ist wenig Interesse in der Bevölkerung zu erkennen. Bei der NÖN-Online-Umfrage gaben 72,6 Prozent der insgesamt 5.138 Teilnehmer an, dass die EU-Wahl für sie nicht wichtig ist.

In der Politik versucht man jedoch, die Bürger zum Wählen zu motivieren und betont die Wichtigkeit dieser Wahl.

Karin Scheele, SP-Politikerin aus Enzesfeld-Lindabrunn: „Das europäische Parlament erhält mehr Kompetenzen. Es werden jetzt die Karten neu gemischt, Kommissare und Kommissionspräsident werden durch das Parlament ebenfalls neu bestellt. Somit wird durch diese Wahl auch vorgegeben, wie sich Europa weiterentwickeln wird. Wir brauchen eine andere Wirtschaftspolitik, siehe Griechenland.“

In den Bezirken des Landes ist man davon überzeugt, dass jede Stimme zählt. „Wir wollen die Leute motivieren, zur Wahl zu gehen, denn viele Entscheidungen fallen in Brüssel und betreffen jeden Einzelnen“, erklärt Helmut Laab, SPÖ-Bezirksobmann in Korneuburg.

„Die EU-Wahl ist eine wichtige Wahl, immer mehr wird vom EU-Parlament bestimmt, daher ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen mitbestimmen“, sagt Christian Pradl, Vertreter der Grünen im Bezirk Lilienfeld.

Trotz Wahlkampf ist viel Überzeugungsarbeit notwendig, um den Bürgern die Vorteile der Europäischen Union zu vermitteln. Rudolf Friewald, ÖVP-Bezirksparteiobmann in Tulln: „Es muss hervorgehoben werden, dass es sich bei der EU um ein einzigartiges Friedensprojekt handelt. Bei den Details gibt es vielleicht so manche Widersprüche, aber die große Idee für sich ist gut.“

DIE NÖN-ONLINE-UMFRAGE