NÖ Landeskliniken erweitern Angebot an Operationen. Um die - im laufenden Landtagswahlkampf vor allem von der SPÖ kritisierten - Wartezeiten für Patienten zu verringern, sollen in den NÖ Spitälern heuer 3.100 zusätzliche Operationen und Behandlungen durchgeführt werden. Diese Leistungserweiterung kündigte die NÖ Landeskliniken-Holding in einer Aussendung am Donnerstag an.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 25. Januar 2018 (11:57)
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APA (Symbolbild)

2016 gab es landesweit 7.100 orthopädische Operationen im Bereich Hüfte und Knie - diese Zahl soll um 600 erhöht werden. Geplant seien weiters je 200 zusätzliche Katarakt-OP an den Landeskliniken Mödling und Gmünd. Ebenfalls im Waldviertel im Klinikum Horn werden heuer rund 800 Katarakt-Operationen durchgeführt.

In Mödling steht darüber hinaus ein neues Magnetresonanz-Gerät zur Verfügung, das 1.300 Untersuchungen ermögliche. Die Anschaffung sei ein Schritt Richtung neue neurologische Abteilung am Landesklinikum Mödling, die 2018 in Betrieb gehen soll.

Im Medizinischen Zentrum Gänserndorf soll ein Kompetenzbereich "Hand" in Zusammenarbeit von plastischer Chirurgie, Orthopädie und Traumatologie etabliert werden, um im ersten Jahr tagesklinisch 250 Operationen vorzunehmen. Eben dort seien 2018 zudem 550 Rheuma-Behandlungen neu im Angebot, um die Versorgung von Rheuma-Patienten in der Region Marchfeld sicherzustellen. Bereits seit 1999 gibt es am Landesklinikum Stockerau (Bezirk Korneuburg) ein Kompetenzzentrum für Rheumatologie, das mehrere Krankenhäuser betreut.

Die beste medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung sei "eines unserer wichtigsten Ziele", betonte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Um diese auch für die Zukunft sicherzustellen, werde der Bedarf laufend evaluiert. Die Leistungserweiterung bedeute, dass 3.100 Patienten nun kürzere Wartezeiten haben.