SPÖ fordert Kurswechsel in Österreich und Europa. Am Sonntag wird gewählt. Wie die EU-Wahl ausgehen könnte? „Platz 1 bundesweit halte ich für möglich“, glaubt SPÖ-NÖ-Landeschef Franz Schnabl.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 20. Mai 2019 (11:59)
Haiderer
Günther Sidl, SPÖ-NÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, SPÖ-NÖ-Landesparteivorsitzender Franz Schnabl und Wolfgang Kocevar SPÖ-NÖ-Landesgeschäftsführer sind für einen Kurswechsel.

„Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir eine Chance haben, als Erste durchs Ziel zu gehen“, so SPÖ-NÖ-Landesparteivorsitzender Franz Schnabl zur EU-Wahl. „Wir haben ein tolles Team in NÖ – mit Günther Sidl als erfahrenen Europapolitiker.“ Man sei außerdem eine starke Alternative zum Rechtsruck in Europa.  

Außerdem: „Wir brauchen einen Kurswechsel in Österreich und in Europa.“ Gegen eine Spaltung Europas. Hin zu den Menschen. Für ein demokratisches Europa, mit mehr Lebensqualität für alle. „Die Sozialdemokratie sei eine stabile Kraft", betont er. Und: "Wir haben den Fokus nicht auf Konzerne, sondern auf den Menschen.“

„Wir bieten Konzepte an, die ein positives Zukunftsbild darstellen“, betont Günther Sidl, SPÖ-NÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl. Pflege sei die große europäische Herausforderung. „Wir treten europaweit für ein Verbot tödlicher Umweltgifte ein.“ Vor allem auch für die Gesundheit der kommenden Generationen. Ein Thema sei auch die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und der im Alter. Und: Wasser. „Wir sind überzeugt davon, dass Grundversorgungssysteme, wie Wasser, Datenleitungen usw., auch weiterhin in öffentlichem Eigentum und damit im Besitz der Bürger bleiben müssen“, so Sidl zum Ibiza-Video.

Expertenregierung bis zur Neuwahl

Apropos Ibiza-Video. Was sollte nun in Österreich passieren? „Die Volkspartei war seit 32 Jahren ununterbrochen in der Regierungsverantwortung“, so Wolfgang Kocevar SPÖ-NÖ-Landesgeschäftsführer. Wenn Bundeskanzler Kurz sage, er möchte eine Veränderung herbeiführen, so sei er völlig bei ihm. „Österreich und Europa braucht eine Veränderung.“ Hin zu mehr Gerechtigkeit und weg von Angst, Hetze und ein Gegeneinander ausspielen.

Was Schnabl zufolge nun geschehen muss? „Es ist von Spenden für beide Parteien gesprochen worden. Nach dem beide Parteien belastet sind und es nicht nur um das Video geht, unterstütze ich die Meinung Michael Ludwigs, eine Expertenregierung bis zur Neuwahl einzusetzen“, so Schnabl.