SPÖ NÖ unterstützt Petition für "Corona-Tausender". Die SPÖ Niederösterreich stellt sich hinter die Petition des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, die 1000 Euro für all jene fordert, die das System derzeit aufrechterhalten und sich einem erhöhten Gesundheitsrisiko aussetzen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. April 2020 (16:38)
Franz Schnabl und Rene Pfister
Spö

„Wer sich einer Gefahr aussetzt, um unser Land am Laufen zu erhalten, hat unser aller Solidarität verdient“, meint Landtagsabgeordneter Rene Pfister, Sprecher für ArbeitnehmerInnenrechte der SPÖ NÖ.

Ein „Danke, dass sich für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in den Börsen niederschlägt“ ist auch für Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl ein Muss. Die Sozialdemokratie in Niederösterreich unterstütze daher die Petition des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) auf einen steuerfreien Corona-Tausender als „Dankeschön“ für all jene, die während der Corona-Krise das Haus verlassen müssen, um zu arbeiten und sich damit einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen. 
Der Corona-Tausender sei laut SPÖ NÖ weiters ein erster positiver Schritt in Richtung 14. Monatsgehalt für systemerhaltende Berufe.  

Rund 83500 von 100.000 Unterschriften wurden schon gesammelt. Wer die Petition ebenfalls unterstützen möchte, kann das unter https://corona-tausender.oegb.at/ tun. Der "Corona-Tausender" getaufte Bonus soll laut ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian aus dem 38 Mrd. umfassenden Hilfspaket der Regierung finanziert werden. 

Nachhaltige finanzielle Anerkennung


Die SPÖ Niederösterreich sieht sich außerdem bestärkt durch einen Beschluss des Bundeskabinetts der Bundesrepublik Deutschland, die einen höheren Mindestlohn in der Branche der Pflegekräfte sowie den Urlaubsanspruch betrifft:

„Auch in Österreich müssen diese systemrelevanten Leistungen in Zukunft am Gehalts-Verhandlungstisch der SozialpartnerInnen Anerkennung in Form eines höheren Gehalts, beziehungsweise verminderter Wochenstunden und längeren Jahresurlaubs finden. Und zwar in allen Branchen, denen derzeit als systemrelevant gedankt wird, die gleichzeitig alljährlich am unteren Ende aller Gehaltstabellen zu finden sind.“ 

Darüber hinaus zeigen sich Schnabl und Pfister enttäuscht von der Landes-ÖVP. ÖVP-Ebner hätte den Antrag die Verdienste der Landesbediensteten im Gesundheits- und Pflegebereich mit einem 15. Monatsgehalt zu bedenken gar als „gesprochenes Verbrechen“ bezeichnet. Schnabl und Pfister dazu: „Die Anerkennung in Form eines Gehalts, in etwas, das jeder ‚verdient‘ hat wäre der geeignete Rahmen gewesen, diese großartigen Leistungen zu honorieren. Wir versprechen hier dennoch weiter dran zu bleiben.“