Lösungen für Mindestsicherung und Pflege. Wiens Bürgermeister Ludwig beschwor beim Städtetag den sozialen Zusammenhalt. Er wurde einstimmig zum Nachfolger Häupls als Städtebund-Vorsitzender gewählt.

Erstellt am 07. Juni 2018 (14:17)

Wachablöse im österreichischen Städtebund: An die Spitze rückt nun auch dort der neue Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) nach. Er sieht die Städte besonders im Sozialbereich bei Betreuung und Pflegegeld sowie bei Leistungen für sozial Schwache gefordert.

Am Donnerstag wurde Bürgermeister Michael Ludwig vom Österreichischen Städtetag in Feldkirch in Vorarlberg einstimmig zum neuen Präsidenten des Österreichischen Städtebundes gewählt. Er löst damit den Wiener Alt-Bürgermeister Michael Häupl ab, der seit 1995 Präsident des Städtebundes gewesen ist.

"Wir wissen, wo Menschen der Schuh drückt"

In seiner Antrittsrede dankte Ludwig dabei Häupl für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit und unterstrich die Rolle der Städte in Österreich. „Städte und Gemeinden sind die erste Ebene des Staates. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben tagtäglich Kontakt mit den Menschen. Daher wissen sie, wo der Schuh drückt und welche Lösungen für welche Herausforderungen des täglichen Lebens notwendig“, sagte Ludwig.

Er wies vor allem darauf hin, dass gerade in den Bereichen Pflege, Mindestsicherung und Integration die Städte gefordert seien, Lösungen für die Menschen zu finden. Lösungen, die gemeinsam mit den Ländern und vor allem dem Bund gefunden werden müssten, meinte Ludwig in Richtung türkis-blauer Bundesregierung.

Ludwig: "Dafür müssen wir kämpfen"

„Es geht um den sozialen Zusammenhalt in unseren Städten und in unserem Land. Dafür müssen wir kämpfen“, so Ludwig, der einmal mehr die Bedeutung der Sozialpartnerschaft hervorhob.

Die Bundesregierung hat in der Vorwoche Vorgaben für die Bundesländer bei der Mindestsicherung fixiert. So soll es für Bezieher ohne Deutschkenntnisse nur 563 statt 863 Euro Mindestsicherung im Monat geben.