"Tagebuch" geht ins dritte Kindergartenjahr. "Schau, das kannst du schon", steht in der Mappe. NÖ-Kindergärten fördern damit die Lust am Lernen und am Entdecken.

Von Anton Johann Fuchs. Erstellt am 16. September 2014 (08:03)
Eva Stundner (l.) von der Schul- und Kindergartenabteilung des Landes präsentierte mit Bildungslandesrätin Barbara Schwarz die Erfahrungen aus zwei Jahren Portfolio: „Wir zeigen damit die individuellen Bildungswege auf.
NOEN, NLK/ Burchhart
„Portfolio“ heißt die Mappe etwas sperrig. Was ÖVP-Bildungslandesrätin Barbara Schwarz als „gute Dokumentation der Bildungsarbeit in unseren Kindergärten“ bezeichnet, bedeutet für die Kinder und ihre Kindergartenpädagoginnen einen ganz schönen Arbeitsaufwand: Gemeinsam tragen sie in die Mappe die Fortschritte und Erfolge der Kleinen ein.

Vom Zweieinhalbjährigen genauso wie vom Fünfjährigen. Für Letzteren gibt es ein eigenes Übergangs-Portfolio, um den Eintritt in die Volksschule zu erleichtern. Schwarz: „Was bundesweit plötzlich ein Thema ist, gibt es bei uns in Niederösterreich schon lange.“ Die Vernetzung von Kindergärten und Volksschulen sei durch eine enge Zusammenarbeit Realität.

Individuelle Begabungen und Bedürfnisse berücksichtigen

Nehmen die Eltern das Portfolio zur Schuleinschreibung mit, tun sich die Volksschullehrer beim Kennenlernen und Einschätzen der Kinder viel leichter: „Das Übergangsportfolio kann dazu beitragen, dass LehrerInnen individuelle Interessen, Bedürfnisse, Begabungen der Kinder im Unterricht berücksichtigen können“, sagt Schwarz. Vielfach ist es auch schon üblich, dass die Kindergartenpädagoginnen zur Schuleinschreibung mitgehen.

Eine Evaluierung des Portfolios habe gezeigt, dass in NÖ als einzigem Bundesland umgesetzt werde, was Bildungswissenschafter und Wirtschaft fordern, sagt Landesrätin Schwarz: ,Weg vom Defizitdenken, hin zum ,Stärken-stärken‘!“