Starker Rückgang bei Förderzusagen für Forschung. Die fetten Jahre sind vorbei: Bei der Forschungsförderungsgesellschaft FFG hat es 2011 einen starken Rückgang bei den Förderzusagen gegeben.

Erstellt am 30. März 2012 (13:53)

Wurde 2010 mit 554 Mio. Euro ein Spitzenwert für die Förderung meist mehrjähriger Forschungsprojekte zugesagt, lag dieser Wert im Vorjahr bei nur noch 473 Mio. Euro, ein Rückgang von 15 Prozent.

Dennoch konnten die tatsächlichen Auszahlungen auf hohem Niveau gehalten werden, die 2010 bei 412 Mio. Euro und 2011 bei 406 Mio. Euro lagen, wie die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner am Freitag bekanntgaben.

Dass die Auszahlungen nach wie vor hoch sind, sei auf die starken Jahre 2007 bis 2009 zurückzuführen, als der FFG noch hohe Beträge für Förderungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt wurden, Teile davon kamen erst im Vorjahr zur Auszahlung. Diese sogenannte Mittelbindung lag 2008 noch bei 651 Mio. Euro, stürzte aber im Jahr 2010 auf 429 Mio. Euro ab und lag 2011 wieder bei 550 Mio. Euro. Diese schwächeren Jahre würden sich erst 2013/14 auswirken, sagte Egerth.

Im laufenden Jahr rechnet die FFG mit einer Mittelbindung von 525 Mio. Euro und Auszahlungen von 408 Mio. Euro und erwartet Ausfälle seitens der Nationalstiftung und des Klima- und Energiefonds (in Summe minus 20 Mio. Euro gegenüber den Zuwendungen 2011). "Die Luft wird dünner für neue Initiativen", sagte Pseiner.

2011 habe sich die FFG besonders um die "Harmonisierung ihrer Förderinstrumente" bemüht, was eine Konzentration auf wenige wichtige Förderinstrumente und einen klaren und transparenten Zugang für Fördernehmer bedeute, betonte Pseiner. Von den 2011 getätigten Förderzusagen gingen 73 Prozent an Unternehmen, 16 Prozent an Forschungseinrichtungen und zehn Prozent an Hochschulen. Von den knapp 2.000 Betrieben, die FFG-Förderung erhalten haben, waren mehr als drei Viertel kleine und mittlere Unternehmen (KMU).