Europa-Forum Wachau: Schützen und sichern.  Selbstvertrauen und Sicherheit standen im Mittelpunkt des 23. Treffens am 15. und 16. Juni am Göttweiger Berg. Und: Die große Frage nach der Zukunft der EU.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 15. Juni 2018 (16:43)

Ein „ambitioniertes“ Thema, eine recht österreichische Gästeliste und jede Menge Wünsche – all das stand auf der Agenda des 23. Europa-Forums Wachau, das Freitagvormittag im Stift Göttweig eröffnet wurde. Minister, Repräsentanten, Kommissare, Parlamentarier und auch Schüler waren gekommen, um über „das Wesentliche“ für Europas Zukunft zu diskutieren.

Mit „weitem Blick“, so Europa-Forums-Präsident Martin Eichtinger, mit „wichtigen Fragen“, wie der, ob wir überhaupt noch ein gemeinsames Europa bräuchten, wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fragte und auch gleich ein paar Antworten gab („Wir brauchen mehr und weniger Europa zugleich“), mit europäischen Bekenntnissen, wie denen von EU-Minister Gernot Blümel und mit außereuropäischen Konflikten, die „verdammt nahe“ seien, wie Außenministerin Karin Kneissl in Erinnerung rief.

Im ersten Plenum wurde außerdem noch über eines der beiden großen Forumsthemen diskutiert, nämlich „ein Europa, das schützt“, und zwar seine eigene Nachbarschaft, den so genannten Westbalkan. Am Podium neben Bulgariens EU-Präsidentschafts-Ministerin und Bosniens Hohem Repräsentanten: Österreichs EU-Kommissar Johannes Hahn, der für mehr „europäisches Selbstvertrauen“ plädierte.

Für die zweite Plenumsrunde am Samstagvormittag haben sich die Premiers von Kroatien, Montenegro und Serbien angesagt, außerdem der stellvertretende Direktor von Europas Grenzschutzagentur Frontex – und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz.

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