Alle Infos zum Wahlsonntag. Erste Wahllokale öffnen um 6 Uhr, letzte schließen um 17 Uhr. Das erste Ergebnis wird gegen Mittag aus Großhofen (Bezirk Gänserndorf) erwartet. Auszuzählen gibt es dort bei 96 Wahlberechtigten die wenigsten Stimmen. Die Ergebnisse aus allen anderen Kommunen sollen gegen 20 Uhr feststehen. Präsentiert werden sie auf nön.at.

Von Lisa Röhrer. Update am 23. Januar 2020 (18:17)
beeboys/shutterstock.com

Rund 1,46 Millionen Bürger können am heutigen Wahlsonntag in Niederösterreich die Gemeinderäte für die nächsten fünf Jahre bestimmen. 

Die meisten Wahllokale - darunter alle großen Städte - haben zwischen 7 und 16 Uhr geöffnet. Ein Blick auf die Liste der Öffnungszeiten (siehe Übersicht unten) aller 567 Gemeinden kann dennoch nicht schaden. Dass diese auch abweichen können, zeigt das Beispiel folgender Kommunen.

Frühaufsteher in Euratsfeld,  Langschläfer in Moorbad-Harbach, Maissau oder Staatz

Am frühesten aus den Betten gelockt werden am Sonntag, 26. Jänner, etwa die Wähler in Euratsfeld (Bezirk Amstetten). Dort können die Bürger in einem der drei Sprengel schon um 6 Uhr ihre Stimme abgeben. In anderen Gemeinden können die Menschen länger schlafen. In Moorbad-Harbach (Bezirk Gmünd), Maissau (Bezirk Hollabrunn) oder Staatz (Bezirk Mistelbach) öffnen die Wahllokale etwa erst um 9 Uhr. In  Rohrendorf bei Krems, Pressbaum und Wolfsgraben (beide Bezirk St. Pölten) haben die Wähler am längsten Zeit für die Stimmabgabe: Dort sind die Lokale bis 17 Uhr geöffnet. Möglich ist die Wahl bis 17 Uhr auch in einigen Wahllokalen auch in Gablitz (Bezirk St. Pölten). Nicht zu lange Zeit lassen sollten sich die Wähler hingegen in der Gemeinde Großhofen im Bezirk Gänserndorf. Dort schließen die Toren schon wieder um 10 Uhr.

Alle Ergebnisse soll es ab 20 Uhr geben

Aus Großhofen wird auch das erste Ergebnis erwartet. Das ist mit 96 die Gemeinde mit den wenigsten Wahlberechtigten. Spätestens um 12 Uhr sollte feststehen, welche Partei dort wie viele Stimmen bekam. Doch auch alle anderen Niederösterreicher werden noch am Sonntag erfahren, wie das Ergebnis in ihrer Gemeinde ausfällt. Noch am Abend, voraussichtlich gegen 20 Uhr, wird für jede Gemeinde ein vorläufiges Ergebnis – samt Briefwahl – vorliegen. Präsentiert werden die Ergebnisse aus allen 567 Gemeinden auf nön.at

Die meisten Wähler hat Wiener Neustadt,
gefolgt von Klosterneuburg, Baden und Amstetten

Gerichtet sein werden die Augen am 26. Jänner wohl vor allem auf Wiener Neustadt. Mit 35.456 Stimmberechtigten ist das die mit Abstand größte Stadt, in der gewählt wird. Es folgen Klosterneuburg (26.323), Baden (23.556), Amstetten (19.324) und Mödling (18.214). 

In den Statutarstädten St. Pölten, Krems und Waidhofen an der Ybbs wird traditionell nicht gemeinsam mit den anderen Gemeinden gewählt. Und in Pillichsdorf, Stockerau und Wolkersdorf mussten die Gemeinderäte schon 2019 neu gekürt werden, sie wählen deshalb am 26. Jänner auch nicht. Ihre Ergebnisse aus dem Vorjahr werden aber in das Gesamtergebnis, das am Sonntag ebenfalls auf nön.at präsentiert wird, einbezogen. 

Dass möglichst viele der 750.502 Frauen und 708.570 Männer am Sonntag von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen, hofft Karl Wilfing, Leiter der Landeshauptwahlbehörde: „Die Gemeinderatswahlen haben für die Menschen eine besondere Bedeutung, da sie unmittelbare Auswirkungen auf das Lebensumfeld haben. Ich appelliere an alle betroffenen Wahlberechtigten, dass sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und zur Wahl gehen. Fünf Minuten vom Sonntag entscheiden über den Weg und die Weiterentwicklung der Gemeinde in den kommenden fünf Jahren."

Die Wahlbeteiligung sank 2015 auf 65,8 Prozent


Bei den vergangenen Gemeinderatswahlen ist die Zahl derer, die zur Urne schritten, im Vergleich zu 2010 zurückgegangen. Die Wahlbeteiligung lag 2015 bei 65,8 Prozent, 2010 waren es noch 71,6 Prozent. 

PDF mit Öffnungszeiten: 

Wahlzeiten aller Wahllokale in NÖ.pdf (pdf)