Stopp-Corona-App ab heute zum Download. Eine neue App zeichnet auf, mit wem man Kontakt hatte. Erkrankt jemand können alle, mit denen er in den vergangenen 48 Stunden Kontakt hatte, kontaktiert werden. Im Laufe des Tages soll die App von Rotem Kreuz und UNIQA Privatstiftung zum Herunterladen bereit stehen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. März 2020 (11:51)
Symbolbild: shutterstock/Nitikorn Poonsiri
shutterstock/Nitikorn Poonsiri

Heute soll die neue „Stopp Corona“-App, eine Art Kontakt-Tagebuch, zur Verfügung stehen. User der App zeichnen ihre Begegnungen mittels digitalen Handshakes auf. Das bedeutet: User, die die App benutzen, können ihre Begegnungen gegenseitig anonymisiert speichern. Jeder Nutzer erhält eine eigene Nummer (TAN). Sind zwei oder mehrere Nutzer in einem Raum, können sie gegenseitig ihre Nummern auswählen und damit ihre Begegnung bestätigen.  

Kontaktpersonen werden informiert

Ab nächster Woche wird es einen einfachen Fragebogen rund um Symptomen geben. Treffen die Symptome auf eine Corona-Ansteckung zu, haben User die Möglichkeit eine Verdachtsmeldung abzugeben. Mit dieser Meldung werden die Personen, mit denen der User zuletzt Kontakt hatte, anonym informiert und aufgefordert, sich vorsichtshalber und eigenverantwortlich in Selbstisolation zu begeben.

Der Verdachtsfall selbst wird aufgefordert, telefonisch einen Arzt zu kontaktieren. Fällt der Test positiv aus, kann erneut eine Meldung über die App abgegeben werden. Die Menschen, die zuletzt in der Nähe waren, werden informiert und aufgefordert zu Hause zu bleiben.

Der Vorteil: Die bisherige, analoge Rückverfolgung von allen Kontaktpersonen kostet viel Zeit und Personalressourcen. Die App digitalisiert Schritte.

Infektionskette durchbrechen!

„Je mehr Menschen die App downloaden und verwenden, desto besser können wir die Infektionsketten unterbrechen“, betont Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes. „Also mein dringender Appell: Laden Sie sich die App herunter und helfen Sie mit, Corona zu stoppen.“

 „Wir müssen unsere Kräfte im gemeinsamen Kampf gegen COVID-19 und für die Gesundheit aller Österreicherinnen und Österreicher bündeln“, so Andreas Brandstetter, CEO der UNIQA Privatstiftung. Daher habe man sich sofort nach Ausbruch der Krise entschieden, das Rote Kreuz bei der Entwicklung der App zu unterstützen. Die UNIQA Privatstiftung finanziert die Entwicklung der „Stopp Corona“-App mit zwei Millionen Euro.