Streitkräftekommandant gegen Eurofighter-Ausstieg. Der neue Streitkräftekommandant, Franz Reißner, hält nichts von einem Eurofighter-Ausstieg. Ein Wechsel vom Eurofighter auf ein völlig neues System "wäre aus meiner Sicht nicht kosteneffizient", sagte Reißner nach der Kommandoübernahme Montagmittag im APA-Antrittsinterview. In der Wehrpflichtfrage legt sich der neue Streitkräftekommandant nicht fest.

Erstellt am 10. Dezember 2012 (15:27)

Die Frage, ob ein Berufsheer mit dem jetzigen Budget von zwei Mrd. Euro machbar wäre, wollte Reißner auch nicht beantworten. Wenn man die Geldsumme als Vorgabe nehme, müsse man sich entsprechend danach richten. Wenn man sich nach den Erfordernissen richte, dann könnte das auch zu anderen finanziellen Voraussetzungen führen. Entsprechende Beurteilungen seien aber nicht seine "Ebene", das sei Sache des Ministers und des Generalstabs.

Die Streitkräfte werden mit jenem System arbeiten, dass ihnen der Gesetzgeber vorgebe. Aufgabe des Bundesheeres bis zu Volksbefragung sei es, die Bevölkerung sachlich und emotionslos über "Vor- und Nachteile" zu informieren.

In der Causa Eurofighter glaubt Reißner nicht an eine Rückabwicklung des Jet-Kaufs. "Ein völliger Ausstieg wäre aus meiner Sicht absolut nicht kosteneffizient", so Reißner. Das Bundesheer habe schließlich in Ausbildung und Infrastruktur investiert.

Reißner, der bisher im Ministerium tätig war, ist für fünf Jahre als Streitkräftekommandant bestellt. Er bezeichnete diesen Posten als seinen Traumjob und zeigte keine Ambitionen auf die erst kürzlich ausgeschrieben Führungspositionen in der Zentralstelle.