1820 Krebstote wegen Belastung am Arbeitsplatz. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) startet eine neue Kampagne. Dadurch soll der Umgang mit krebserregenden Stoffen in Betrieben verbessert werden.

Erstellt am 08. Mai 2018 (12:56)
APA
Entspannt sich die Krise um die AUVA?

Von 20.000 Krebstoten in Österreich hat rund ein Zehntel seinen Ursprung am Arbeitsplatz. Laut der bisher letzten Studie ist die Belastung durch krebserzeugende Produkte im Job Grund für 1820 Krebstote. Dem soll nun durch vermehrte Aufklärung der Unternehmen und Arbeitnehmer durch die AUVA begegnet werden. Anfang Juni läuft eine entsprechende Kampagne der AUVA ("Gib acht, Krebsgefahr") an.

Die Aktion wurde am Dienstag von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) mit dem Leiter der AUVA-Präventionsabteilung, Georg Effenberger, in Wien vorgestellt. Hartinger hob hervor, dass Österreich damit dem Beispiel der Niederlande folge.

Aufklärung und Beratung "ganz wichtig"

Effenberger betonte, dass vor allem Aufklärung für die Reduktion der Zahl der Krebstoten als Folge der Einwirkungen am Arbeitsplatz "ganz wichtig" sei. Es geht dabei, um den Ersatz krebserregender Stoffe durch andere Materialien. Außerdem würden die Arbeitgeber mittels Beratungsbroschüren unterstützt. Darüber hinaus seien auch Berater der AUVA im Einsatz.

Der AUVA-Experte ist überzeugt, dass sich Investitionen in Verbesserungen letztlich jedenfalls rechnen. Denn in Europa verursachte Krebs als Folge des Berufs 2,4 Milliarden an Kosten pro Jahr.