Jeder dritte Job von Automatisierung bedroht. Das Beraterunternehmen Price Waterhouse sieht bis 2030 in Österreich 34 Prozent der Arbeitsplätze durch moderne Technik in Gefahr.

Erstellt am 09. Mai 2018 (13:06)
Africa Studio
Symbolbild

Neuer Zündstoff für die Wirtschafts- und Sozialpolitik: nach einer aktuellen Studie von Price Waterhouse Cooper (Pwc), die der NÖN vorliegt, könnte rund ein Drittel der Arbeitsplätze in Österreich durch die fortschreitende Automatisierung verloren gehen. 34 Prozent sind demnach bis 2030 gefährdet.

Allerdings besteht gleichzeitig die Hoffnung, dass der Wegfall von Jobs durch Automatisierung durch die Schaffung anderer Arbeitsplätze zumindest teilweise kompensiert wird. Es werde durch den technischen Fortschritt nicht zu einer Massenarbeitslosigkeit kommen werde, wie das noch zu Beginn der digitalen Revolution befürchtet worden war.

Drei Wellen der Automatisierung bis 2030

Pwc Österreich erwartet drei Wellen der Automatisierung. Die erste Welle sei bereits losgebrochen und betreffe den digitale Nutzung von Daten - etwa bei Kreditprüfungen. Die zweite Welle rolle auch schon, werde ihre volle Entwicklung aber erst Mitte der 2020er Jahre entfalten. Etwa durch den Einsatz von Drohnen, in der Lager-Logistik oder im Kraftfahrverkehr.

Die dritte Welle gehe in Richtung verstärkter Autonomie. Beispiel sei autonomes Fahren ohne Lenker. Diese Entwicklung werde erst Mitte der 2030er Jahre volle Wirkung zeigen.

Transportsektor steht vor größten Umwälzungen

Je nach Sparte seien die Folgen unterschiedlich. Vor allem in der Transportbranche seien bisherige Arbeitsplätze bis 2030 stark bedroht. Im Schnitt betreffe das 52 Prozent der Jobs, also jeden zweiten Arbeitsplatz.

Wesentlich weniger betroffen sei der Gesundheits- und Bildungssektor. Weiterbildung der Arbeitnehmer werde künftig für einen Jobwechsel und neue Herausforderungen noch wichtiger.