Keine stärkere Vereinsamung durch Social Distancing. Am 1. Oktober ist "Tag der älteren Generation". Der Feiertag jährt sich zum 29. Mal. Er soll auf die Situation und das Wohlergehen hochbetagter Menschen aufmerksam machen. An der Karl-Landsteiner-Universität wurde dazu ein Forschungsprojekt gemacht.

Von Sebastian Haselmaier. Erstellt am 30. September 2020 (16:32)
Machen auf die neue Initiative für Senioren aufmerksam: Landespräsident Hannes Bauer, Hermine Eckl, Senioren-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Josef Hofmarcher und Seniorenbund-Landesobmann Herbert Nowohradsky.
NLK/Filzwieser

Am 1. Oktober findet seit 1991 der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene ,,Internationale Tag der älteren Generation“ statt. Dieser Tag widmet sich dem Leben hochbetagter Menschen rund um die Welt. Dieses Jahr wird dem Feiertag durch die Coronakrise eine noch größere Rolle zugetragen. Denn gerade auch die Älteren seien von den Corona-Maßnahmen stark betroffen. 

Primär haben die Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen zu großen Beeinträchtigungen im Sozialleben der Senioren geführt. ,,Unsere größte Sorge war, dass die Einschränkungen im Alltag zur Vereinsamung vieler älterer Menschen führt“, sagt Senioren-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).

Eine neue Studie brachte hier nun aber positive Neuigkeiten: Franz Kolland, Gerontologe an der Karl-Landsteiner-Universität in Krems, leitete im Auftrag des Landes NÖ ein wissenschaftliches Projekt ein, welche die Situationen der älteren Menschen in NÖ analysieren und auswerten sollte. Ziel dieser Studie war laut Teschl-Hofmeister die Gewissheit, wie sie sich in den letzten Monaten gefühlt haben und auf welche Weise sie weiterhin sozial interagieren.  

Telefon, Soziale Netzwerken und E-Mails halfen beim Kontakt-Halten

Es zeigte sich, dass das temporäre "Social Distancing" keine stärkere Vereinsamung der älteren Menschen begünstigte. Wichtige Faktoren zum Erhalt der sozialen Kontakte seien etwa das Telefon, Soziale Netzwerke oder auch E-Mails gewesen. 

Neue Initiative ,,Generation 55+ Aktiv in besonderen Zeiten“ gegründet

Zum Abschluss hob die Landesrätin nochmals hervor, dass die ältere Generation ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft sei, dennoch gleichzeitig zur Risikogruppe gehöre. Deshalb sei es ein großes Anliegen, genau diese Bevölkerungsgruppe besonders zu schützen. Gleichzeitig möchte man Anreize und Angebote setzen, um ältere Menschen durch den ,,neuen“ Alltag zu begleiten.

Im Rahmen dessen wurde die neue Initiative ,,Generation 55+ Aktiv in besonderen Zeiten“ entwickelt. Bürgerinnen und Bürger können hier Ideen, Erfahrungen und Anregungen einbringen und so mit ihren Mitmenschen teilen.