Bauernbund steckt sich neue Ziele. In Maria Taferl trafen sich Mitglieder zur Präsentation des zukünftigen Programms.

Von Nina Pöchhacker und Nina Pöchhacker. Erstellt am 12. Dezember 2017 (01:34)
NÖ Bauernbund
NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner sieht Kunden als wichtigste Partner.

Die aktuellen Verhandlungen auf EU-Ebene zur gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 sind Anlass für ein neues Programm des niederösterreichischen Bauernbundes. Die Forderungen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum reichen vom Ausbau der Infrastruktur und der Aufhebung der Russlandsanktionen über die Energie- bis zur Bildungspolitik hin zu einem Schulfach „Lebensmittelkunde“.

Erich Marschik
Einen „Schulterschluss zwischen Konsumenten, Bauern und Handel“ braucht es laut LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

„Wir wollen uns stark in der Gesellschaft positionieren – über den Agrarbereich hinaus“, wie Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf im Rahmen der Tagung betonte. Dazu zählt eine Förderung der Familienbetriebe, bei der man in der nächsten europäischen Agrarperiode einen Schwerpunkt auf kleine und mittlere Bauernhöfe durchsetzen möchte. Diese würden besonders mit den Herausforderungen des Klimawandels und den Preisschwankungen kämpfen. Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer und NÖ Bauernbundobmann, sieht erneuerbare Energien und dezentrale Ausbildungsstätten als Antworten.

Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner spricht sich für einen Herkunftsnachweis bei verarbeiteten Lebensmitteln aus, denn „jeder Griff ins Regal ist eine tägliche Volksabstimmung darüber, welche Produkte im Handel angeboten werden“. Mit diesem Nachweis könnten sich Kunden auf die hohe österreichische Qualität verlassen.