Bundesrat im Bundesland. Bundesratspräsident Karl Bader hat die Mitglieder des Bundesrats nach Niederösterreich eingeladen. Die Themen EU und Zukunft der Wissenschaft im ländlichen Raum standen im Mittelpunkt.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 16. September 2019 (16:31)

Unter dem Motto "Bundesrat im Bundesland" war der erste Stopp des Bundesrates in Niederösterreich das Stift Göttweig, wo Abt Columban Luser die Gäste sehr herzlich willkommen hieß. Er sprach von der Geschichte des Benediktinerstiftes und vom „Europa-Forum Wachau“, das seit fast 25 Jahren in Göttweig stattfindet. Auch Bundesratspräsident Karl Bader begrüßte die Gäste offiziell und bedankte sich, dass sich unter anderen Landesrat Martin Eichtinger und  Landtagspräsident Karl Wilfing Zeit genommen haben.

Diskussion zum Thema EU

In einer Podiumsdiskussion gab es für die Mitglieder des Bundesrates die Möglichkeit, mit Eichtinger, Bader und Columban Luser zu diskutieren. Thema war in erster Linie die EU. Unter anderem wurde besprochen, wie man diese vermehrt in der Bevölkerung in ein positiveres Licht rücken könne. Dabei wurde auch der Erfolg des Bildungsprogrammes "Erasmus" erwähnt. Hier meldete sich Sonja Zwazl, Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin, zu Wort und bat um mehr Unterstützung für das Programm "Let's Waltz". Über diese Initiative können Lehrlinge ein Monat im Ausland in einer Firma in ihrem Beruf arbeiten.

Bundesratsmitglied Monika Mühlwert äußerte sich zum Thema Lehre ebenso: "Die Lehre hat Perspektive. Die, die eine Lehre absolvieren, sind nicht die Loser des Arbeitsmarktes." Dies müsse verstärkt kommuniziert werden, so Mühlwert.

Junge für EU begeistern

Bundesratsmitglied Doris Schulz forderte, dass es wieder mehr Workshops zum Thema EU in Schulen anbieten sollte. "Das wäre ein wichtiger Zugang, um Jugendliche wieder für Europa zu begeistern", so Schulz.

Nach dem Mittagessen ging es für den Bundesrat weiter zur Donau-Universität Krems mit Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und den Rektoren bzw. Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Uni, der IMC Fachhochschule sowie der Karl Landsteiner Privatuniversität. Dort beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Themen  Wissenschaft und Forschung im ländlichen Raum.