NEOS drängen auf "Schnuppertage" für Taferlklassler. Schulfremde Personen dürfen die Gebäude aktuell nicht betreten. Schnuppertage wurden deshalb abgesagt. Die Pinken vermissen hier "das Augenmaß" bei den Covid-Maßnahmen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 03. Juni 2021 (10:45)
„Die Regierung hat es verabsäumt, für ausreichend Plätze zu sorgen“, meint Landesprecherin Indra Collini. 
NEOS

Damit Kinder ihre Lehrerinnen und Lehrer kennenlernen sowie einen Einblick in die neue Umgebung bekommen, werden an einigen Volksschulen zu Schulschluss Schnuppertage für angehende Taferlklassler abgehalten. Aufgrund der geltenden Corona-Regeln wurden diese an vielen Schulen heuer abgesagt. "Schulfremde Personen dürfen aktuell noch nicht in die Schulen", wird im Büro der Bildungslandesrätin bestätigt. Die NEOS üben daran Kritik. 

„Während ganz Österreich aufgesperrt hat und versucht, wieder in ein normales Leben zu finden, wird auf die Bedürfnisse unserer Kinder vergessen. Dabei sind Schnuppertage wichtig, damit sich die angehenden Taferlklassler ein Bild von der künftigen Schule machen können", meint NEOS-Landessprecherin Indra Collini. 

Nach ihrem Ermessen hätte man die Schnuppertage mit entsprechenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen abhalten können. "Ich vermisse hier das Augenmaß", sagt die pinke Politikerin. 

Im Büro von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) verweist man darauf, dass Schnuppertage ohnehin meist im Herbst abgehalten werden. Bis dahin hofft man, dass derartige Veranstaltungen wie auch Tage der Offenen Tür an Höheren Schulen wieder möglich sein werden. "Wie es im Herbst aussieht, ist vom Fortschritt der Impfung und der Entwicklung der Infektionszahlen abhängig." Im vergangenen Herbst wurden die Tage der Offenen Tür zum Teil veranstaltet.