Landes-Feuerwehrschule wird zu Sicherheitszentrum. Die Landes-Feuerwehrschule in Tulln wird zum niederösterreichischen Feuerwehr- und Sicherheitszentrum. Weiters ist der Landesfeuerwehrverband künftig zur Gänze für die Ausbildung der rund 98.000 Mitglieder zuständig.

Von Redaktion noen.at und APA Red. Erstellt am 03. März 2019 (10:18)
NLK Reinberger
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner (v.l.n.r.). Foto: NLK Reinberger

Das Land Niederösterreich stellt wie bisher die Ausbildungsstätte und das Personal in Tulln zur Verfügung, wurde am Sonntag in einer Aussendung mitgeteilt.

Im Jahr 2018 wurden in Tulln im Zuge der Feuerwehrausbildung über 1.000 Kurse mit 23.400 Teilnehmern abgehalten. Am Gelände werden nicht nur Schulungen durchgeführt, sondern auch Einsatzszenarien wie Hausbrand, Gasunfälle, Taucheinsätze, Verkehrsunfälle sowie Abseil- und Sicherungstätigkeiten geübt. Außerdem nutzten zum Beispiel Bundesheer, Polizei, EVN, Zivilschutzverband oder die UNO im Vorjahr in 113 Kursen mit 2.500 Teilnehmern das Gelände für Übungszwecke und Weiterbildung.

3,6 Millionen Euro werden in einen neuen Containerterminal für Katastropheneinsätze investiert. Darüber hinaus soll auch die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden. "In Zukunft sollen noch mehr Organisationen die Möglichkeit bekommen, am Gelände in Tulln zu üben, sich weiterzubilden und sich damit auf schwierige Einsätze vorzubereiten", betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

Durch die neue Aufgabenverteilung soll die Zusammenarbeit noch effizienter und rascher funktionieren und die Mitglieder noch besser ausgebildet werden, hieß es. "Schließlich sind es die Feuerwehrleute selbst, die am besten ihr Wissen und ihre Einsatzerfahrung weitergeben können", sagte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP). Geplant sind laut Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner neue Kursangebote, attraktivere Lehrgangszeiten, eine anrechenbare Erwachsenenausbildung sowie eine Disponentenausbildung für das neue Alarmierungssystem "Elkos", das gemeinsam mit dem Innenministerium installiert wird. Die Brandschutz-Forschung in Tulln soll an die Spitze Österreichs gebracht werden, kündigte Fahrafellner an.