Köstinger verteidigt zweiten Chefposten. Für die Ministerin gibt es keinen Zusammenhang mit der Übersiedlung des Amtes nach Klosterneuburg.

Erstellt am 24. Januar 2018 (17:14)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Elisabeth Köstinger.
APA (Archiv)

Das wegen der geplanten Übersiedlung von Wien nach Klosterneuburg in Diskussion geratene Umweltbundesamt bekommt ab 1. Februar dieses Jahres eine neue Geschäftsführerin.

Das kündigt die für Umweltangelegenheiten zuständige Nachhaltigskeitsministerin Elisabeth Köstinger am Mittwoch in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPÖ an. In der Vergabe eines zweiten Chefpostens sieht die ÖVP-Politikerin jedoch „keinen Zusammenhang“ mit den Plänen für den Umzug des Amtes mit insgesamt rund 500 Mitarbeitern.

Die beiden Geschäftsführer des Bundesumweltamtes sind für jeweils fünf Jahre bestellt. Ministerin Köstinger verteidigt Ausschreibung und Vergabe eines zweiten Managementpostens im Umweltbundesamt.

Das Amt habe schon zur Zeit der Ausgliederung aus der Bundesverwaltung im Jahr 1999 zwei Geschäftsführer gehabt. Seither sei die Einrichtung „enorm gewachsen“- Es habe sowohl beim Personal von 220 auf 500 Mitarbeiter als auch durch einen Umsatzanstieg um mehr als 100 Prozent eine deutliche Steigerung gegeben, argumentiert die Ressortchefin.

Wien gibt nicht auf

Zugleich bekräftigte Köstinger, dass die Inbetriebnahme des neuen Standortes das Umweltbundesamt in den Jahren 2022/23 erfolgen werde. Die Standortsuche sei wegen der derzeitigen Aufteilung des Amtes auf vier Standorte in Wien und wegen einer umfangreichen Sanierung notwendig.

Über eine Änderung des Umweltkontrollgesetzes, das derzeit Wien als Standort festschreibt, notwendig sei, hänge vom endgültigen Übersiedlungskonzept ab, das noch nicht vorliege.

Noch ist auch das Kräftemessen zwischen Wien und Niederösterreich um die Umwelteinrichtung noch nicht entschieden. Wien gibt im Kampf um das Umweltbundesamt keineswegs auf. Die Stadt hat zuletzt 15 mögliche Standorte mit U-Bahn-Anbindung vorgeschlagen. Darüber soll es Gespräche geben.