45.000 Schüler sind zurück in den NÖ Schulen. Abschlussklassen lernen trotz Kritik in Klassen, die anderen noch länger zuhause.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 13. April 2021 (06:45)
Bis 25. April bleiben die Sessel auf jeden Fall hochgestellt und die Klassenzimmer leer. Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP): „Wir wissen, dass der Präsenzunterricht das Beste ist.“
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Wesentlich länger als ursprünglich geplant bleiben die Klassenzimmer in Niederösterreich leer. Mit der Verlängerung des Lockdowns im Osten geht das Distance Learning für Schüler und Lehrer bis 25. April weiter. Eine Ausnahme gibt es jedoch für die Abschlussklassen.

45.000 Kinder und Jugendliche der Abschlussklassen lernen in Niederösterreich seit Montag wieder in der Schule. Schon im Vorfeld gab es Widerstand von Lehrerinnen und Lehrern. In einem Offenen Brief an Bildungsminister Heinz Faßmann kritisiert ein St. Pöltner, dass trotz der schlimmen Lage auf Intensivstationen und Ausgangssperren, und obwohl viele Lehrer noch nicht geimpft sind, die Schulen für einige Klassen öffnen müssten.

Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) verweist darauf, dass für die Schüler, die dann in eine andere Schule gehen oder ihre Schullaufbahn abschließen: „jeder Tag Präsenzunterricht, der ermöglicht werden kann, zählt“. „Wir ersuchen alle Beteiligten, die Maßnahmen verantwortungsbewusst mitzutragen, damit unsere Schülerinnen und Schüler die Vorbereitungszeit möglichst entspannt durchlaufen können“, sagen Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras.

Betreuungsangebot in Schulen stark genutzt

In den Bildungsstätten waren zuletzt jedoch wesentlich mehr Kinder und Jugendliche als nur jene der Abschlussklassen. Das Betreuungsangebot wurde in Niederösterreich stark genutzt – vor allem bei den Jüngeren. In den Primarstufen kamen rund 14 Prozent trotz des Lockdowns in die Schule, in den Unterstufen waren es nur rund zwei Prozent. Bei den Jüngsten war vom Lockdown in einigen Einrichtungen nur noch wenig zu spüren: Für Kindergartenkinder nutzten etwas mehr als die Hälfte das Betreuungsangebot in den Einrichtungen.

Wie genau die Rückkehr in die Schulen am 26. April aussehen soll, war bis Redaktionsschluss noch unklar. Ebenfalls offen ist, wie die von der Regierung angekündigte PCR-Testung aller Schüler vor der Rückkehr in die Klassen ablaufen soll. „Es laufen Abstimmungsgespräche zwischen Bildungs- und Gesundheitsbehörde“, heißt es aus dem Büro Teschl-Hofmeister.

Fix ist aber, dass die Schulen nun aussagekräftigere Tests bekommen. Die funktionieren wie die schon bisher eingesetzten „Nasenbohrer“-Tests, sollen jedoch ein genaueres Ergebnis liefern.