SPÖ will fünf Tage Lohn für Katastrophenhelfer. Die Unwetter in Niederösterreich beschäftigen den Nationalrat. Für Feuerwehrleute und Rettungskräfte fordert die SPÖ längere bezahlte Freistellung.

Erstellt am 13. Juni 2018 (11:27)
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Symbolbild

Die Bilder und Eilt-Meldungen der Unwetter in Niederösterreich und der Steiermark blieben im Hohen Haus nicht ohne Auswirkung. Die SPÖ nahm mit einem Antrag einen neuen Anlauf zur besseren finanziellen Absicherung ehrenamtlicher Helfer von Rettung und vor allem Feuerwehren.

Feuerwehrleute und Rettungskräfte sollen bei Einsätzen länger bei fortlaufendem Lohn frei bekommen. Im einem am Mittwoch von der eingebrachten Antrag der SPÖ im Nationalrat werden fünf Tage innerhalb eines Dienstjahres genannt. Die Arbeitgeber sollen die Lohnkosten für diese Tage von staatlicher Seite rückerstattet erhalten.

Bis zu zehn Millionen Euro aus dem Katastrophenfonds

Wie SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder der NÖN erklärte, wird es bei der Donnerstag-Sitzung des Nationalrats eine Fristsetzung geben, damit der Antrag spätestes im Juli im Hohen Haus behandelt wird. Vorgesehen ist im Antrag auch, dass für Unwetter im heurigen Jahr aus dem Katastrophenfonds durch eine Änderung mehr Mittel locker gemacht werden können. Es geht dabei um eine Summe bis zu zehn Millionen Euro zur Entschädigung Betroffener.

65.000 Einsätze der NÖ-Feuerwehren im Vorjahr

Laut Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sind die Feuerwehren in Niederösterreich im Vorjahr zu 65.270 Einsätzen ausgerückt. Durch die Einsätze der Feuerwehren würden sich die Steuerzahler bei einem Stundenlohn von 20 Euro 160 Millionen Euro ersparen, hat sie heuer im Februar vorgerechnet.