Kritik der FPÖ NÖ: "Heizkostenzuschuss ist Verhöhnung"

Der Heizkostenzuschuss soll um 10 Euro erhöht werden. Die FPÖ Niederösterreich kritisiert die magere Erhöhung und fordert eine Verdoppelung der Förderung.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 12:14
Udo Landbauer
Udo Landbauer
Foto: FPÖ Niederösterreich

Der Heizkostenzuschuss soll für die kommende Heizperiode von 140 auf 150 Euro angehoben werden, wie die niederösterreichische Landesregierung am Dienstag einstimmig beschloss. Kritik daran kam dann von der FPÖ Niederösterreich, welche den Beschluss zwar grundsätzlich befürwortet, aber nicht ausreichend findet: „Die Erhöhung des Heizkostenzuschusses um magere 10 Euro ist kein Erfolg, sondern eine sozialpolitische Bankrotterklärung der ÖVP-Landeshauptfrau Mikl-Leitner", so FPÖ Landesparteiobmann Udo Landbauer.

Massive Mehrkosten

Die Kosten für Strom und Gas würden dramatisch ansteigen, dazu kommen noch die Preisanstiege für Güter des täglichen Lebens, so Landbauer. Für viele niederösterreichische Haushalte bedeute dies eine massive Mehrbelastung.

"In Anbetracht dieser massiven Kostenlawine, die auf unsere Landsleute hereinbricht, ist es nur fair und gerecht, wenn der Heizkostenzuschuss zumindest verdoppelt wird", fordert der FPÖ Landesparteiobmann. Mindestens 280 Euro würden den Niederösterreichern dann zustehen.

"Wichtige Unterstützung"

Eine geringfügige Erhöhung von 10 Euro würde die Mehrkosten nicht decken können, denn bei einer Heizperiode von Oktober bis April würde dies eine Erhöhung um lediglich 1,40 Euro pro Monat bedeuten, resümiert Landbauer. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht in der geplanten Erhöhung hingegen eine "wichtige finanzielle Unterstützung in der Heizperiode 2021/22" für sozial bedürftige Niederösterreicher.

Ein Antrag kann ab sofort bis 30. März 2022 von jedem mit Hauptwohnsitz in Niederösterreich gestellt werden, der ein anrechenbares monatliches Haushaltseinkommen unter dem für die Gewährung einer Ausgleichszulage nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) liegenden Richtsatz hat. Wer Leistungen nach den NÖ Sozialhilfe-Ausführungsgesetzt (SAG) bezieht, erhält den Heizkostenzuschuss automatisch.