Germania-Liederbuch: Burschenschaft Germania "erfreut". Die Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt hat sich naturgemäß "erfreut" über die Einstellung des Verfahrens gezeigt und ihre "Integrität" wieder hergestellt gesehen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 24. August 2018 (16:47)
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"Das in den Rechtsstaat gelegte Vertrauen war gerechtfertigt. Vorwürfe, unbewiesene Behauptungen, Vorverurteilungen und Gerüchte mancher Medien und Persönlichkeiten, haben sich als falsch erwiesen", hieß es in einer Stellungnahme gegenüber der APA Freitagnachmittag.

Das eingeholte Gutachten habe die Aussagen der Mitglieder bestätigt, wonach die inkriminierten Textpassagen bereits vor Jahrzehnten geschwärzt wurden. Darüber hinaus sei belegt worden, "dass diese Lieder nicht gesungen wurden".

Es sei aber zu klären, "weshalb medial ein Liederbuch präsentiert wurde, das nicht jenem entspricht, das bei der Burschenschaft Germania Verwendung fand", fragt die Burschenschaft. "Angesichts dieses Umstandes sowie der zeitlichen Nähe zur Landtagswahl in Niederösterreich verbleibt ein schaler Nachgeschmack, der einer Aufarbeitung harrt."

Die Germania zeigte sich außerdem überzeugt, wieder in den Pennälerring aufgenommen zu werden, nachdem sie im Zuge der NS-Liederbuch-Affäre von dort suspendiert wurde.

Pennälerring sieht Germania rehabilitiert

Der Vorsitzende des Österreichischen Pennälerrings, Udo Guggenbichler, begrüßte die Einstellung des Verfahrens gegen die Burschenschaft Germania und sprach von einer "hundertprozentigen Rehabilitierung". Besonders wichtig sei ihm, dass die Germania die Textpassagen "aus eigenem Antrieb ohne Zurufe von außen unkenntlich gemacht hat".

Einer Wiederaufnahme der Burschenschaft in den Pennälerring "steht nichts im Weg". Von den Medien erwarte er sich, "dass die Hexenjagd gegen Waffenstudenten nun beendet wird", so Guggenbichler.