FPÖ fordert mehr Parkplätze und Ausbau von Straßen. Wien will das Parkpickerl ausweiten. In den umliegenden Gemeinden braucht es daher mehr Stellplätze, fordern die Freiheitlichen. Außerdem machen sie sich für die rasche Realisierung der Marchfeldschnellstraße und des Lobautunnels stark.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. Mai 2021 (11:54)
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Spritpreise senken, Pendler entlasten, Straßen ausbauen - das fordert die FPÖ NÖ in der Verkehrspolitik. Eine konkrete Lösung braucht es aus Sicht des freiheitlichen Verkehrssprechers Dieter Dorner nach der Ankündigung der Einführung des Parkpickerls in allen Bezirken Wiens.

Es sei verständlich, dass eine Großstadt flächendeckende Parkgebühren brauche. "Was fehlt sind die flankierenden Maßnahmen", kritisiert er. Wie die ÖVP und Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko fordern auch die Blauen den Ausbau der Park&Ride-Anlagen in den umliegenden Gemeinden der Bundeshauptstadt. So soll es möglich sein, dass Pendler aus Niederösterreich an der Stadtgrenze auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.

"Nur 40.000 zusätzliche Parkplätze sind viel zu wenig", meint Dorner, der betont, dass die FPÖ dazu bereits 2019 ein Konzept vorgelegt habe. "Das Land muss jetzt endlich aufs Gas steigen und massiv in den Ausbau der kostenlosen Stellplätze an der Stadtgrenze investieren", meint Dorner. 

Geht es nach Dorner, sollten auch der Lobau-Tunnel und die Marchfeldschnellstraße (S8) rasch realisiert werden: "Das oberste Ziel ist es, die Bevölkerung aus der unerträglichen Verkehrshölle zu befreien." Der Landtag hat bereits im Februar des vergangenen Jahres einen Dringlichkeitsantrag zur Realisierung der S8 eingebracht. "Seitens des Bundesministeriums gibt es noch keine Antwort", sagt Dorner, der kein Verständnis für das Aus des Projektes der Waldviertel-Autobahn hat. 

Insgesamt sehen die Blauen die Notwendigkeit des Ausbaus des Straßennetzes. Das Flächenbundesland Niederösterreich habe hier andere Notwendigkeiten als eine Großstadt wie Wien. "Das gegenseitige Ausspielen und Aufhetzen von Autofahrern und Öffi-Nutzern ist sinnlos. Die politischen Verantwortungsträger müssen endlich verstehen, dass es ein gesundes Miteinander zwischen Individualverkehr und Ausbau der Öffis braucht."