Von wegen armer Bettelstudent...!. Jedem, der heute sein Studium in Angriff nimmt, stehen zahlreiche Stipendien zur Verfügung – man muss sich nur informieren!

Erstellt am 05. März 2013 (12:29)
Dass Studenten meistens nicht gerade im Geld schwimmen, ist nichts Neues. Mit einem Stipendium lässt es sich jedoch wesentlich leichter über die Runden kommen.
Ob man eine Studienbeihilfe bekommt oder nicht, hängt in erster Linie vom Einkommen der Eltern ab. Die Berechnung der Studienbeihilfe erfolgt, indem man von der gesetzlichen Höchststudienbeihilfe die Familienbeihilfe, den Kinderabsetzbetrag sowie den für die Eltern zumutbaren Unterhaltsbetrag abzieht. Mit dem Online-Stipendienrechner der Arbeiterkammer (  www.stipendienrechner.at  ) kann man bereits vorab überprüfen, ob einem ein Stipendium zusteht.

Nicht unwichtig für die Gewährung der Studienbeihilfe ist auch der Studienerfolg des Antragstellers. Da man an einer Fachhochschule in der Regel die einzelnen Semester in einer vorgegebenen Zeit abschließen muss, kommt es bei FH-Studenten jedoch selten zum Verlust der Studienbeihilfe aufgrund mangelnden Studienerfolgs. Und wer einen besonders guten Notenschnitt hat, kann dafür auch noch belohnt werden: Viele Fachhochschulen vergeben nämlich Leistungsstipendien an ihre besten Studenten.

Verlieren könnte man die Studienbeihilfe oder Teile davon jedoch, wenn man die Zuverdienstgrenze überschreitet. Schließlich dürfen Beihilfebezieher nur 10.000 Euro pro Kalenderjahr dazuverdienen.
Wer keine Studienbeihilfe erhält, sollte trotzdem darum ansuchen, denn möglicherweise hat man immer noch Anspruch auf den Studienzuschuss. Dann werden dem Antragsteller die bezahlten Studiengebühren – die ja bei einigen FHs anfallen – rückerstattet.

Ein besonderes Zuckerl gibt es für Studenten, die bereits vier aufeinander folgende Jahre gearbeitet und dabei pro Jahr mindestens 7.272 Euro verdient haben. Sie haben nämlich Anspruch auf ein Selbsterhalterstipendium. Weitere Beihilfen gibt es noch für pendelnde Studenten sowie für alle, die ein Auslandssemester machen wollen. Die häufigste Stipendienquelle für Auslandsaufenthalte ist das EU-Förderprogramm Erasmus, dessen Stipendienhöhe sich nach den Lebenserhaltungskosten in dem jeweiligen Zielland richtet. Weitere Auslandsstipendien vergeben das Land Niederösterreich (Topstipendium) sowie in manchen Fällen auch einzelne FHs oder sogar Gemeinden.

Weitere Infos sowie verschiedene Antragsformulare gibt es unter http://www.stipendium.at .

Fördertöpfe aus NÖ

Seit 2001 vergibt das Land Niederösterreich Zuschüsse, um arbeitsmarktorientierte und zukunftsweisende Studien zu fördern. Durchgeführt wird die Aktion von der NÖ Landesakademie.

  • Voraussetzungen für ein sogenanntes Topstipendium sind ein gültiger Haupt- oder Nebenwohnsitz des Antragstellers in Niederösterreich seit 2008 sowie ein Studium in Niederösterreich (alle Studienrichtungen) ODER Österreich in den ingenieurwissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen und gesundheitswissenschaftlichen Studienrichtungen.

  • Förderschienen im Überblick:

- Erfahrung: Förderung für Studierende ohne Matura
- Gender: Förderung aufgrund geschlechtsspezifischer Aspekte
- Mobilität: Mobilitätsförderung für Personen, die in Niederösterreich studieren möchten
- Ausland: Auslandsaufenthalte während des Studiums
- Sprachenoffensive: Förderung für Studierende und SchülerInnen im Rahmen der NÖ Sprachenoffensive
- Betriebsnachfolge: Förderung von Bildungsmaßnahmen für BetriebsnachfolgerInnen
- Karriere: Förderung von Studien für betriebliche Schlüsselkräfte
- Diplom: Förderung von Diplom- oder Masterarbeiten
- Dissertation: Förderung von Dissertationen
- Unternehmen: Förderung von betriebsbezogenen Abschlussarbeiten
- Neu seit dem Studienjahr 2012/2013: Förderung von Abschlussarbeiten im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz

  • Nähere Informationen

http://www.topstipendien.at
02742 / 294-17411

Mehr Themen rund ums Studieren an Fachhochschulen finden Sie  im NÖN-Sonderproduktstrong >> "Die Fachhochschulen".