Wagendristel fordert Unterstützung des Bauernwaldes. Wald sei für viele Landwirte eine wichtige Notreserve, meint der Spitzenkandidat der SPÖ Bäuerinnen und Bauern. Mit mehreren Maßnahmen will er diese stärken.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Februar 2020 (15:33)
Ernst Wagendristel
Schindler

Heftigere Stürme, längere Trockenperiode und günstigeres Klima für schädliche Insekten: Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern sind sich sicher, dass die Herausforderungen für die Wald- und Forstwirtschaft nicht weniger werden. Ernst Wagendristel, Spitzenkandidat der SPÖ Bäuerinnen und Bauern bei Landwirtschaftskammerwahl, fordert daher eine bessere Unterstützung des Bauernwaldes, der für viele Landwirte eine wichtige Notreserve darstellt.

„Unsere Landwirte brauchen planbare Werkzeuge, um für die Zukunft optimal gerüstet zu sein“, meint Wagendristel. Es sei unerlässlich,  dass Hilfestellungen bei der Aufforstung direkt bei den Betrieben ankommen. "Die durch Experten abgestimmte Baumartenwahl für die Zukunft muss daher rasch und unbürokratisch erfolgen“, ergänzt Oberförster Heinrich Schwarz, Landessprecher "Wald" der SPÖ Bäuerinnen und Bauern. 

Aus Sicht der SPÖ Bäuerinnen und Bauern müssen mehrdimensionale Kleinsträume beschrieben und kartografiert werden. Das ist heute mithilfe moderner CAD-Systemen möglich und realisierbar. Dies soll – wissenschaftlich begleitend – laufend optimiert werden, um so stabilere Prognose für die zukünftigen Waldgesellschaften zu erhalten und bei der Begründung neuer Wälder mehr Sicherheit geben zu können.

Die Pflanzenzusammenstellung und die Gewinnung qualitativ hochwertigen Saatgutes aus diesen Regionen sind die neuen Herausforderungen, die ohne wissenschaftliche Begleitung nur schwer möglich sein werden.

Forschung stärken und Vorrang für heimisches Holz

Sofort anzugehen sind für die roten Bauern folgende Punkte: Die botanische und waldbauliche Forschung soll gestärkt werden - durch kurz- und mittelfristige Projekte, die die Entwicklung der Waldstandorte detailliert erfassen. Die Produktion von forstlichem Saatgut, das aufwendig aber zielgerichtet Saatgut auf Kleinstandorten erzeugt, soll unterstützt und gefördert und außerdem Landwirten zur Verfügung gestellt werden.

Gefördert werden sollen laut Wagendristel außerdem Kleinstforstgärten, die auf lokalen Gegebenheiten basieren und unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen nicht lebensfähig werden. Er fordert zudem kostenloses Pflanzengut für bäuerliche Familienbetriebe, die sich an der Neubegründung von Mischwäldern beteiligen und dass bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen das heimische Holz Vorrang hat.