Bernhard Ebner : „Keiner glaubt an Schreckgespenst“. ÖVP gegen Warnung vor Schwarz-Blau. Auch Fans anderer Parteien loben Regierungsarbeit.

Von Karl Ettinger. Erstellt am 14. November 2017 (03:57)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Erich Marschik

Die Warnung von Niederösterreichs SPÖ-Chef Franz Schnabl vor Schwarz-Blau in Niederösterreich im Gefolge einer ÖVP-FPÖ-Koalition im Bund treibt ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner auf die Barrikaden. „In Niederösterreich glaubt niemand an Koalitions-Schreckgespenster – weder Rot-Blau noch Schwarz-Blau“, versichert Ebner im NÖN-Gespräch.

Wer, wie Schnabl vor kurzem in der NÖN, vor Schwarz-Blau warne, „der kennt sich in Niederösterreich nicht aus oder sagt bewusst die Unwahrheit“. Das sei „nicht fair und kein guter Stil“. Ebner verweist darauf, dass es in Niederösterreich den Proporz gebe. Damit seien alle Parteien ab einer bestimmten Stärke auch in der Landesregierung vertreten.

Die ÖVP mit Spitzenkandidatin Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner will bei der Landtagswahl am 28. Jänner kommenden Jahres bewusst alle Wähler ansprechen, „denen es um Blau-Gelb geht“, meint Ebner. Dabei sei es völlig egal, ob sie bei der Nationalratswahl am 15. Oktober Rot, Blau oder Grün gewählt haben.

Damit bemüht sich Niederösterreichs Volkspartei um ein breiteres Spektrum bei der Landtagswahl. Vor allem werde auch um Wechselwähler und bisherige Nicht-Wähler im Wahlkampf geworben.

Hohe Zufriedenheit mit der Landesregierung

Niederösterreichs ÖVP baut dabei auf die hohe Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung. 79 Prozent sind laut einer Befragung sehr oder eher zufrieden. Bemerkenswert ist bei dieser Umfrage, dass nach Parteipräferenzen auch Sympathisanten von SPÖ (76 Prozent), FPÖ (70 Prozent) und Grünen (67 Prozent) sehr oder eher zufrieden sind mit der ÖVP-dominierten Regierung.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Aufteilung nach Alter und Regionen. Die ÖVP wolle, so ÖVP-Landesgeschäftsführer Ebner, aus der guten Stimmung im Land jedenfalls Stimmen für die ÖVP machen.