Wolf: Gummigeschosse kommen zum Einsatz. In Niederösterreich wird auf die steigende Zahl an Wolfsrissen reagiert, ab heute sollen Vergrämungsmaßnahmen in Kraft treten. Diese erlauben Jägern und Jagdausübungsberechtigten Schreckschüsse abzugeben, auch darf Munition aus Gummi eingesetzt werden.

Von Martin Möser. Erstellt am 21. August 2018 (10:08)
APA (AFP)
Symbolbild

Auslöser für diese Maßnahme ist, dass im Waldviertel seit dem 21. Juli mehr als 30 Schafe von Wölfen gerissen wurden. Die Bezirke Gmünd und Zwettl waren in den vergangenen Wochen besonders betroffen, deshalb sollen in einzelnen Jagdgebieten in den Gemeinden Langschlag bzw. Bad Großpertholz heute Vergrämungsmaßnahmen in Kraft treten.

Weidetiere müssen geschützt werden

Sehr zufrieden zeigt sich Landeskammerrat Daniel Heindl von der Landwirtschafskammer Niederösterreich: „Das Land und die Behörden setzen mit Unterstützung der Jägerschaft Maßnahmen, um Nutztiere zu schützen. Nun hoffen wir das Beste.“

Von einer „durchaus wirkungsvollen Maßnahme“ spricht man auch beim niederösterreichischen Landesjagdverband: „Es ist ein erster Schritt, um Weidetiere zu schützen“, sagt Landesjägermeister-Stellvertreter Werner Spinka gegenüber noe.ORF.at. „Die Schreckschüsse dürfen mit scharfer Munition abgegeben werden, auf den Wolf selbst darf mit Gummischrot vom Kaliber 12/70 geschossen werden - beides in der Nähe von Weidetieren“, konkretisierte Spinka.