Wehrdienst wird beliebter. 61 Prozent der Stellungspflichtigen zogen im Vorjahr den Dienst an der Waffe dem Zivildienst vor.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 30. Januar 2018 (01:00)
Bundesheer/Helmut Kreimel
Martin Jawurek beim Neujahrsempfang im Kommandogebäude Feldmarschall Hess in St. Pölten: „Das Bundesheer ist als Arbeitgeber wieder attraktiver geworden.“

Junge Männer zieht es wieder öfter zum Bundesheer. 61 Prozent der Stellungspflichtigen meldeten sich im Vorjahr zum Wehrdienst – um drei Prozent mehr als 2015. Militärkommandant Martin Jawurek sieht das als Zeichen dafür, dass die Bemühungen um die Personalrekrutierung von Erfolg gekrönt sind. „Das wird aber das Schwerpunktthema der nächsten Jahre bleiben“, kündigte er beim Neujahrsempfang des Militärkommandos in der Hesserkaserne in St. Pölten an.

Denn: Die Zahl der Stellungspflichtigen insgesamt nimmt ab – etwa 300 werden es 2018 weniger sein als 2017. Zugleich gehen die „starken“ Jahrgänge bald in Pension. Das Bundesheer will sich deshalb noch mehr als bisher bemühen, auch Frauen für den Militärdienst zu begeistern.

Insgesamt profitiert das Heer von einem gesellschaftlichen und politischen Meinungsschwenk. „Nach Jahrzehnten des Kaputtsparens“, wie Offiziersgesellschaft-Präsident Peter Fender betont. In allen Parteien gebe es nun ein klares Bekenntnis zur eigenständigen militärischen Landesverteidigung – und den damit verbundenen Kosten.