SPNÖ-Frauen setzen mit Flashmob ein Zeichen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 05. März 2018 (15:42)
SPÖ NÖ / Astrid Knie
Flashmob

„Wir machen mobil für das bevorstehende Frauenvolksbegehren“, erklärt SPNÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des Frauentages. Bereits am Sonntag-Abend veranstalteten die SPNÖ-Frauen im Schloss Seyring in Gerasdorf einen Flashmob, um auf die Anliegen der Frauen aufmerksam zu machen.

Anschließend fand eine Talkrunde statt, bei der Heinisch-Hosek mit Landesfrauenvorsitzender Elvira Schmidt, Europa-Abgeordneter Karin Kadenbach, ÖGB-Vizepräsidentin Renate Anderl und Christian Berger aus dem Vorstand des Trägervereins für das Frauenvolksbegehren diskutierte.

Weniger Geld bedeutet weniger Möglichkeiten im Leben

„Wir Frauen wollen gleich viel Macht, Mitbestimmung und Möglichkeiten“, erklärt Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt. Frauen machen über 50 Prozent der Bevölkerung aus und sind doch in vielen Lebensbereichen unterrepräsentiert: „Frauen verdienen die Hälfte der Plätze in allen Entscheidungsfunktionen der Politik und Wirtschaft. Um das zu garantieren, braucht es gesetzliche Maßnahmen wie beispielsweise Quoten.“  

SPÖ NÖ / Astrid Knie
Elvira Schmidt, Franz Schnabl, Gabriele Heinisch-Hosek

Auch im alltäglichen Leben sei die Gleichberechtigung immer noch nicht vollkommen angekommen. Für eine echte ökonomische Gleichstellung von Männern und Frauen bedürfe es einer vollkommenen Lohntransparenz in öffentlichen und privaten Betrieben. Schmidt: „Jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit und nimmt damit Einbußen beim Einkommen und der Pension in Kauf“, erläutert die Landesfrauenvorsitzende, die darauf hinweist, dass rund 356.500 Beschäftigte in Österreich monatlich weniger als 1.500 Euro brutto für Vollzeit bzw. weniger als 8,67 Euro brutto per Stunde verdienen.“ Betroffen von den Niedriglöhnen seien zu zwei Drittel Frauen.

Stimmen gegen Ungerechtigkeiten erheben

SPNÖ-Landesparteivorsitzender Landesrat Franz Schnabl stimmt zwar nicht mit allen Punkten des Volksbegehrens überein, weist aber darauf hin, dass viele Forderungen zentrale Anliegen der SozialdemokratInnen seien: „Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt, Frauen in Entscheidungsfunktionen in Politik und Wirtschaft sowie gleicher Lohn für gleiche Arbeit und ein flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen, die auch am Nachmittag kostenfrei sind – damit tatsächlich Wahlfreiheit darin besteht, wie Beruf und Familie organisiert werden.“

Themen, die dringend auf die Nationalrats-Agenda gehören würden, sagt Schnabl: „Auch wenn ich einige Forderungspunkte anders formuliert hätte, trete ich  dafür ein, mit den Unterstützungserklärungen einen klaren Fingerzeig für zeitgemäße Frauenpolitik an die Bundesregierung zu übergeben und damit den politisch-gesellschaftlichen Druck für Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Männern und Frauen zu erhöhen.“