Kampf gegen die Sucht Nummer eins

Erstellt am 29. Mai 2022 | 05:06
Lesezeit: 3 Min
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Österreicher kommen bereits früh in Kontakt mit dem Rauchen.
Foto: Shutterstock
Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. In Österreich kommen rund 80 Prozent der Raucher bereits im Jugendalter mit Tabak in Kontakt.
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Es ist die am weitesten verbreitete Sucht in Österreich: das Rauchen. Laut Befragungen von 2019 und 2020 rauchen zwischen 17 und 21 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren täglich – und somit etwa jede fünfte Person. Seit 2014 ist der Raucheranteil in Österreich jedoch rückläufig. In NÖ rauchen nach wie vor rund 20 Prozent der Landsleute täglich, sechs Prozent gelegentlich.

Sowohl Raucherinnen und Raucher als auch Passivkonsumenten leiden unter den gesundheitlichen Folgen, die das Rauchen mit sich bringt. Der Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten schädigt nahezu alle Organe. Und das mit gravierenden Folgen: Laut Schätzungen ist Tabakrauchen für rund 16 Prozent aller Todesfälle in Österreich verantwortlich.

Junges Einstiegsalter erhöht Abhängigkeitsrisiko

In Österreich kommen auch Kinder und Jugendliche bereits sehr früh mit Tabak- und Nikotinprodukten in Kontakt. 83 Prozent der rauchenden Männer und 76,3 Prozent der rauchenden Frauen gaben an, bereits vor dem 19. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen zu haben. Je jünger eine Person beim Einstieg ist, desto höher ist das Abhängigkeitsrisiko. „Umso wichtiger ist es deshalb, bereits früh in der Familie oder mit anderen wichtigen Bezugspersonen übers Rauchen zu reden.

Eine ablehnende Haltung dem Rauchen gegenüber zu vertreten, hilft nachweislich, den Raucheinstieg zu verhindern bzw. das Einstiegsalter hinauszuzögern“, erklärt Ursula Hörhan, Suchtkoordinatorin und Geschäftsführerin der Fachstelle NÖ für Suchtprävention und Sexualpädagogik. Ein weiterer Ansatz ist auch die Förderung der Kinder in ihren eigenen Fähigkeiten. „Kinder und Jugendliche in ihren sozialen und personalen Kompetenzen zu stärken, ist ein wichtiges Ziel der Präventionsarbeit. Und die kann bereits im jungen Alter starten“, ergänzt Markus Weißensteiner, fachlicher Leiter der Abteilung Suchtprävention.

Um Eltern bei der Thematik zu unterstützen, werden von der Fachstelle NÖ unter anderem Vorträge angeboten. Zusätzlich werden Arbeitsmaterialien für Schulen angeboten. Der nächste Vortrag zum Thema „Übers Rauchen reden“ findet online am 14. Juni statt.