Neues Schuljahr: „Bestens vorbereitet“. 2.086 Schüler weniger als im Vorjahr, Lehrer- Überschuss in Pflichtschulen, drohender Mangel im Mittelschulbereich.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 05. September 2017 (02:13)
NÖ Landesschulrat ; Foto: Billion Photos/shutterstock.com; NÖN-Grafik: Bischof

Seit Montag läuten für rund 179.000 niederösterreichische Kinder und Jugendliche wieder die Schulglocken. 16.722 davon sind Taferlklassler. Für ungefähr 53.000 Kinder beginnt ein neues Kindergartenjahr.

„Bestens vorbereitet“ sieht sich NÖ-Landesschulratspräsident Johann Heuras für die kommenden Monate. Die Schülerzahlen im Volksschulbereich seien gestiegen, ebenso in der AHS, indessen sie in den Neuen Mittelschulen um rund 1.300 Schüler gesunken seien − hier habe man, so Heuras, mit einem Imageproblem zu kämpfen.

Zu kämpfen habe man bald auch im Pädagogen-Bereich, warnt Heuras: Während im Pflichtschulbereich die Wartelisten mit 453 Neuanstellungen abgearbeitet werden konnten, kündigt sich im Mittelschulbereich in zwei Jahren ein Lehrermangel an. Dieser hänge stark von Region und Fach ab und werde durch eine starke Pensionierungswelle sowie die neue Lehrerausbildung verstärkt.

Eine Herausforderung stellt die Anzahl der Kinder mit Fluchthintergrund dar. 1.180, doppelt so viele wie im Vorjahr, sind es im Kindergarten. Weitere rund 3.400 im schulpflichtigen Bereich. 21 Prozent davon haben Deutsch nicht als Muttersprache. „Dafür werden wir in NÖ wieder mehr Lehrer für die Sprachförderung einsetzen, als uns der Bund zur Verfügung stellt. Wir rechnen dabei wieder mit Zusatzkosten von vier Millionen Euro“, so VP-Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz.

Geld wird unter anderem auch in den Bereich der schulischen Tagesbetreuung investiert. Während der Bund den Ausbau der verschränkten Schulform von Unterricht und Freizeit fokussiert, spricht sich Schwarz weiterhin für die Wahlfreiheit der Eltern aus, ob sie ihr Kind am Nachmittag in die Schule geben wollen.