Christbäume bringen 22 Millionen Euro. Mit 1,1 Millionen Bäumen stammt die Hälfte der österreichischen Christbäume aus NÖ.

Von Denise Schweiger und Anita Kiefer. Erstellt am 10. Dezember 2019 (01:06)
Eröffneten die NÖ Christbaumsaison am Hilmanger im Bezirk Melk (v. l.): ÖVP-Landtagsabgeordneter Karl Moser, Christbaumkönigin Jennifer Fröhlich, Militärkommandant Martin Jawurek, Bundesrätin Andrea Wagner und Franz Raith, Obmann der ARGE NÖ Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten.
Denise Schweiger

Zu Weihnachten ein Stück Niederösterreich im Wohnzimmer: Laut Angaben der NÖ Christbaumbauern stammt rund die Hälfte der heimischen Christbäume in ganz Österreich aus Niederösterreich, nämlich rund 1,1 Millionen Stück. Für die Region bedeutet das eine Wertschöpfung von 22 Millionen Euro.

Vergangenen Freitag stand der Ort Hilmanger bei Maria Taferl im Bezirk Melk ganz im Zeichen der dunkelgrünen Nadeln: Die Christbaum-Verkaufssaison wurde eröffnet. „Ich bin nun seit über 20 Jahren Obmann der ARGE NÖ Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten“, berichtete Franz Raith, „und trotz klimatechnischer Herausforderungen garantieren wir beste Qualität.“

Christbäume in den Kosovo geflogen

Aber nicht nur im heimischen Wohnzimmer wird für die Christbäume aus Niederösterreich Platz gemacht. Seit 20 Jahren werden österreichische Soldaten, die über die Feiertage im Ausland sind, mit einem Christbaum aus Hilmanger versorgt. „Ich war selbst schon zweimal an Weihnachten im Einsatz. So ein Christbaum macht etwas mit einem – da kamen schon großen Männern mit breiten Schultern die Tränen“, berichtet NÖ-Militärkommandant Martin Jawurek.

Die durchschnittlichen Preise der Bäume werden bei Fichten zwischen vier und acht Euro pro Laufmeter liegen, bei Blaufichten zwischen sieben und 14 Euro und bei Tannen zwischen zehn und 35 Euro.