Raiffeisen will bis 2025 jünger werden . Raiffeisen-Holding NÖ-Wien setzt nach dem besten Konzern-Ergebnis der Geschichte neue Schwerpunkte.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 08. Mai 2018 (01:47)
zVg
Erwin Hameseder skizzierte seine Zukunftspläne.

Mit dem besten Konzern-Ergebnis in der Geschichte im Gepäck wurde Erwin Hameseder (61) von der Generalversammlung für weitere sechs Jahre zum Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien gewählt.

„Gemeinsam ist es uns gelungen, Raiffeisen NÖ-Wien trotz extrem schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich neu auszurichten“, betonte Hameseder. Die gesamte Raiffeisen-Holding NÖ-Wien sei heute krisenfester denn je, der Genossenschaftsgedanke von Friedrich Wilhelm Raiffeisen habe sich als Antwort auf die Globalisierung erwiesen.

"Regionalbanken müssen nahezu die gleichen Auflagen erfüllen"

Damit dieser Gedanke auch in Zukunft Bestand hat, kündigte Hameseder mehrere neue Schwerpunkte an, die auch Folge eines Strategieprozesses sind. Hauptaugenmerk legt Raiffeisen auf eine deutliche Verjüngung: 2025 soll jeder vierte Funktionär unter 35 Jahre alt sein – und der Frauenanteil erhöht werden.

Als künftige Schwerpunkte definierte Hameseder zudem die Bereiche Infrastruktur und Wohnen, appellierte zugleich an die Politik, bei der Regulierung die Verhältnismäßigkeit wieder herzustellen: „Derzeit müssen Regionalbanken nahezu die gleichen Auflagen erfüllen wie große Banken in Frankfurt oder London.“

Finanzminister Hartwig Löger sicherte in dieser Frage seine Unterstützung ebenso zu wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die Raiffeisen als unverzichtbaren Akteur für die Stärkung des ländlichen Raumes würdigte.