Wiener studieren am häufigsten. Die Wiener sind im Österreich-Vergleich am studierfreudigsten, während Vorarlberger und Tiroler am seltensten an den Hochschulen zu finden sind.

Erstellt am 16. September 2012 (08:19)

Das zeigt die "Studierenden-Sozialerhebung 2011". Demnach begannen 2010/11 zwar 56 Prozent aller 18- bis 21-jährigen Wiener ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule (FH), aber nur 25 Prozent der Vorarlberger und 29 Prozent der Tiroler.

Die zweithöchste Hochschulzugangsquote nach Wien weisen die Kärntner (42 Prozent) auf, die restlichen Bundesländer liegen eng beisammen (Steiermark: 37 Prozent, Burgenland und Oberösterreich 35 Prozent, Niederösterreich und Salzburg 34 Prozent).

Bis zum Start des FH-Sektors 1994/95 lagen die Zugangsquoten der Bundesländer mit Ausnahme Wiens (1994/95: 39 Prozent) eng beieinander (zwischen 21 und 25 Prozent). Seither steigerten vor allem Wien, Kärnten (jeweils plus 17 Prozentpunkte), Steiermark (plus 14 Prozentpunkte) und Oberösterreich (plus 13 Prozentpunkte) den Studienanfänger-Anteil. Im Vergleich dazu fiel der Zuwachs in Tirol (plus sieben Prozent) und Vorarlberg (plus vier Prozent) bescheiden aus.

Der Zuwachs bei den Studienanfängern geht naturgemäß primär auf die Kappe der 1994/95 neugegründeten FH. Allerdings steigerten die meisten Bundesländer seither auch die Zugangsquoten an Universitäten. Dabei zeigt sich, dass etwa im Universitätsbereich das Vorhandensein einer Uni im Bundesland nur bedingt Einfluss auf die Zugangsquote hat. So liegt die Uni-Zugangsquote in Tirol (mit zwei Universitäten) mit 21 Prozent etwa hinter der Zugangsquote in Kärnten (eine Universität) mit 30 Prozent oder dem Burgenland (keine Universität) mit 25 Prozent.