FP-Stammtisch soll die Wirte retten. „Seit dem Jahr 2000 mussten mehr als 580 Wirte in Niederösterreich zusperren, so die jüngsten Zahlen der Wirtschaftskammer“, erklärt Landesparteiobmann Udo Landbauer die neue Partei-Kampagne, die das Wirtesterben stoppen soll.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 04. September 2019 (12:39)
Nadja Straubinger

Landbauer sieht die Gründe dafür in den „Schikanen, die den Wirten ausgesetzt sind“. Als Beispiele nennt er die bürokratischen Hürden rund um die Registrierkasse, die Allergenverordnung, das Rauchergesetz und die „Pommes-Verordnung“. „Ein echtes Geschäft ist ein Wirtshaus schon lange nicht mehr. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns der sozialen und gesellschaftlichen Bedeutung einer Gaststätte im Ort wieder bewusst werden“, betont Landbauer.

Um Problemen mit der Bürokratie auf die Schliche zu kommen, will die FPÖ einen Wirte-Stammtisch mit Experten organisieren. Erste Gespräche habe es dazu laut Landbauer schon gegeben, das erste Treffen hingegen noch nicht.

Sechs Ideen, um dem Trend entgegenzuwirken, stellte die FPÖ Niederösterreich vor. Darunter zu finden sich ein Jungwirte-Darlehen zu günstigen Konditionen sowie eine Übernahmeförderung, bei der das Land 15 Prozent Investitionskosten tragen soll. Sollte es sich bei der Übernahmen oder Eröffnung um das einzige Wirtshaus im Ort handeln, schlägt Landbauer eine zusätzliche Prämie von 10.000 Euro vor.

„Zumindest die Hälfte davon sollen die Gemeinden finanzieren“, meint der Landesparteiobmann. Diese Unterstützung sollen aber an Bedingen geknüpft werden, wie das Anbieten von regionalen Speisen à la carte und eine Öffnung an mindestens fünf Tagen in der Woche.