Wirtschaftsbund NÖ: "Betriebe sind Klimaschützer". Unternehmer stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen, so WBNÖ-Obmann Wolfgang Ecker, Klimaschutz und eine gute wirtschaftliche Entwicklung verbinden. Dass das gelingt, beweisen Betriebe in NÖ, ist man beim Wirtschaftsbund überzeugt. Um noch mehr für die Umwelt tun zu können, werden etwa höhere Förderungen für thermische Sanierungen gefordert.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 15. November 2019 (13:24)
Wirtschaft und Klimaschutz sind keine Gegensätze, davon sind WBNÖ-Obmann Wolfgang Ecker und WBNÖ-Direktor Harald Servus überzeugt.
WBNÖ/Erich Marschik

"Wirtschaft kann Klimaschutz", davon sind Wirtschaftsbund-NÖ-Obmann Wolfgang Ecker und Wirtschaftsbund-NÖ-Direktor Harald Servus überzeugt. In den vergangenen Monaten befragte der Wirtschaftsbund NÖ Betriebe über ihre Maßnahmen zum Schutz der Umwelt. "Es hat sich gezeigt, dass unsere Betriebe viel für den Klimaschutz leisten. Besonders engagierte wollen wir in den kommenden Wochen vor den Vorhang holen", kündigte Servus an. 

Und einige dieser Vorreiter stellte der Wirtschaftsbund auch schon vor: Ein Beispiel sei, so Ecker, der Flughafen Wien. Dieser habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 einer der ersten CO2-neutralen großen Flughäfen zu sein. So hat man die Photovoltaik-Fläche auf mittlerweile 23.700 m² vergrößert, die Stromproduktion entspricht dem Jahresbedarf von 600 Haushalten.

Weiteres Beispiel ist ein Immobilienmakler, der 3D-Scans der von ihm betreuten Objekte macht. Die Interessenten können sich so schon vorab ein besseres Bild machen und damit werden Fahrtwege eingespart. "Bei 25 Maklern im Unternehmen ergab dies eine Ersparnis von ca. 95.000 Fahr-Kilometern", ist man beim WBNÖ überzeugt von der Idee. 

Dass Firmen sich um die Umwelt kümmern, zeigt für den WBNÖ auch die Tatsache, dass 60 Prozent der E-Autos auf Betriebe zugelassen sind.

Wirtschaftsbund stellt Forderungen an künftige Regierung

Ergeben haben sich dadurch auch Forderungen, die der WBNÖ den Regierungsverhandlern mitgeben möchte: darunter stärkere Förderungen von thermischen Sanierungen, außerdem mehr Forschung und Entwicklung rund um neue Technologien für den Klimaschutz. "Bei Photovoltaik und E-Mobilität wollen wir genauso behandelt werden wie die Landwirtschaft", forderte Servus. 

Denn die Wirtschaft stehe vor einer besonderen Herausforderung: Sie müsse eine gute wirtschaftliche Entwicklung mit mehr Klimaschutzmaßnahmen verbinden. "Man muss uns Unternehmerinnen und Unternehmern genug Spielraum geben und Innovation fördern. Statt Strafen und Steuern fordern wir mehr Anreize“, sagt Wirtschaftsbund NÖ-Obmann Wolfgang Ecker.