„Science Buster“: „Nicht-impfen ist immer riskanter“. Komplexes macht Martin Moder begreifbar. Zum Beispiel die Covid-Spritze.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 29. Dezember 2020 (06:36)
Der 32-jährige Martin Moder klärt im Netz über Corona- Mythen auf. Mit einer Orange und einem Faden macht er das Coronavirus anschaulich.
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Das Coronavirus als Orange, Spike Proteine als Nelken, die Erbinformation (RNA) ein Faden. Den zieht Martin Moder in seinem Youtube-Video anschaulich aus der Zitrusfrucht. Dazu erklärt er, dass darauf „alles steht, was das Coronavirus ausmacht.“

Bei der RNA-Impfung werde ein Abschnitt eines solchen Fadens in die Zelle gebracht und eine Abwehrreaktion hervorgerufen, ohne dass der Körper jemals mit dem Virus in Verbindung gekommen sei.

Wenn der in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) aufgewachsene Molekularbiologe erklärt, wie die Spritze gegen Corona funktioniert, wirkt ein komplexes wissenschaftliches Thema plötzlich verständlicher. Hantiert er dazu mit bunten Zellen-Modellen oder Früchten, sogar unterhaltsam.

Genau darin liegt das Konzept des „Science Busters“: Er will Wissenschaft locker aufbereiten, und so Nicht-Wissenschaftlern näherbringen. „Bei den ‚Science Busters‘-Shows locken wir Menschen mit Unterhaltung in die Show, wenn sie da sind, gibt es kein Zurück, dann müssen sie sich wissenschaftliche Themen anhören“, lacht Moder.

Viele seien überrascht, wie interessant sie das finden. Ähnlich macht er es nun auf seinem Youtube-Kanal „Make Europe gscheit again“. In Videos, die in den Sozialen Medien gerade von hunderten Menschen geteilt werden, klärt er über Mythen auf. Neben einer Erklärung zur Impfung liefert er Infos, warum Covid nicht mit der Grippe vergleichbar ist, oder geht der Frage nach, ob man beim Tragen einer Maske zu viel CO 2 einatmet. Sein Wissen nimmt er aus Studien und Erfahrung in der Forschung.

Die Sorge über fehlende Infos zur Langzeitfolgen

Im Fall der Impfung kommt Moder im Video zu einem klaren Schluss: „Die meisten Sorgen sind unbegründet.“ Der Impfstoff sei gut erforscht und an außergewöhnlich vielen Menschen getestet.

Zur Angst, dass über mögliche Langzeitwirkungen zu wenig bekannt sei, erklärt er, dass selbst in den seltenen Fällen, in denen Impfungen in der Vergangenheit zu Langzeitfolgen geführt haben, diese fast immer innerhalb weniger Wochen nach der Impfung sichtbar wurden.

„Die Impfung kann niemals so riskant sein, wie sich nicht zu impfen und dafür die Krankheit zu riskieren“, meint der 32-Jährige.