"Forschen vom Kindergarten bis zum Erwachsenenalter". Das Land Niederösterreich zeichnete seine herausragende Wissenschaftler bei einer Gala in Grafenegg aus.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 10. Oktober 2019 (12:08)

Seit über 50 Jahren vergibt das Land Niederösterreich Wissenschaftspreise für besondere Leistungen von Forschern. Seit acht Jahren geschieht dies im Rahmen einer glanzvollen issenschaftsgala im Auditorium in Grafenegg. Am Mittwoch war es wieder so weit.

 Neben den bereits traditionellen Würdigungs- und Anerkennungspreisen wurden diesmal  auch herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten sowie heuer erstmals auch eine Vorwissenschaftliche Arbeit und ein innovatives umsetzungsreifes Konzept (Kategorie „Call for Concept“) mit dem „Wissen schaf[f]t Zukunft Preis“ und die besten „Science Fair“-Projekte prämiert.

110 Millionen  Euro für Wissenschaft und Forschung

Das Land Niederösterreich werde auch in Zukunft auf Bildung, Wissenschaft und Forschung setzen, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Gala. „Wir investieren Jahr für Jahr rund 110 Millionen Euro in Wissenschaft und Forschung“, so die Landehauptfrau. Dabei beginnen man bereits bei den

die Landeshauptfrau aus, dass auch die Wissenschaftsvermittlung und Wissenschaftskommunikation wichtig seien. Dabei beginne man bei den Kleinsten, betonte Mikl-Leitner das Projekt „Science Fair“, wo Schüler gemeinsam mit Wissenschaftlern eigene Forschungsprojekte entwickeln, und die „Science Academy“, ein außerschulisches Programm, das Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich mit wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen. Das Ziel des Landes sei es,  so Mikl-Leitner, dass Wissenschaft und Forschung zum Wegebegleiter vom Kindergarten bis zum Erwachsenenalter werden sein.

Würdigungspreise für Oliver Grau und Martin Wagner

Beherzigt haben dieses Motto die beiden Gewinner des Würdigungspreises, der höchsten Ehrung , die im Zuge der Wissenschaftspreise vergeben wird. Heuer gingen die Preise an Oliver Grau und Martin Wagner. Oliver Grau ist seit 2005 erster Lehrstuhlinhaber für Bildwissenschaften an der Donau-Universität Krems und trägt damit maßgeblich zur Entwicklung, Professionalisierung und internationalen Vernetzung des noch jungen Faches bei. Martin Wagner ist ein Experte im Bereich der mikrobiellen Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelqualität und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Listeria monocytogenes, einem der wichtigsten mikrobiellen Erreger in Lebensmitteln, und entwickelte neue molekularbiologische Nachweisverfahren.

  • Die vier Anerkennungspreise  gingen an den Mediziner Lucian Beer, die Chemikerin Astrid Rosa Mach-Aigner, an Archäologin und Kulturwissenschafterin Celine Wawruschka sowie an die Arbeitsgruppe Biomaterial & Enzyme Technology, Doris Ribitsch und Georg Gübitz.
  • Der Wissen schaf[f]t Zukunft Preis wird einmal jährlich von der NÖ Forschungs- und Bildungsges. m. b. H zu einem jährlich wechselnden Themengebiet vergeben.  Der diesjährige Schwerpunkt war das FTI-Querschnittsthema „Bewusstseinsbildung: Wissenschaftsvermittlung und Wissenschaftskommunikation.“
  • Die Preisträger sind Julia Siegel die Arbeitsgruppe KARLI – Kindgerechtes Augmented Reality Lern-Interface (Mariella Seel, Anna-Maria Lienhart, Patrick Knogler, Michael Andorfer und Johannes Panzenböck), für ihr hervorragendes Konzept zur Wissenschaftsvermittlung an Schulen.
  •  In der Kategorie Master/Diplomarbeit wurden Lena Campostrini und Victoria Sarne ausgezeichnet. Thomas Glatzl erhielt den Wissen schaf[f]t Zukunft Preis für seine Dissertation.

    „Science Fair“ ist ein schulischer Wettbewerb, bei dem Schüler im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung vorwissenschaftliche Projekte vorstellen können. Diese Projekte werden im Unterricht gemeinsam mit Wissenschafterinnen und Wissenschaftern aus niederösterreichischen Wissenschaftseinrichtungen umgesetzt.

  • Im Zuge der heurigen Wissenschaftsgala wurden die Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg für das Projekt „Neuartige Weinsteinstabilisierung mit polymeren Aminosäureprodukten“ und die NMS Raabs an der Thaya für das Projekt „Plastik & Co Verpackungs-Übertreibungs-Wahnsinn“ ausgezeichnet.