Generationenfonds brachte 102 Millionen Euro Gewinn. Land freut sich nach Verlusten 2018 im abgelaufenen Geschäftsjahr über ein sattes Plus bei ihren in Aktien, Anleihen oder Immobilien veranlagten Geldern.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 06. Dezember 2019 (09:56)
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Nach dem Minus von rund elf Millionen Euro im Vorjahr jubelt Finanz-Landesrat Ludwig Schleritzko heuer wieder über ein sattes Plus bei dem Generationenfonds. Das Land konnte mit ihren in Aktien, Forderungswertpapieren und Immobilien angelegten Wohnbaugeldern im Geschäftsjahr 2019 101,7 Millionen Euro erwirtschaften. Das entspricht einem Plus von 4,3 Prozent. 

"Angesichts der Niedrig-Zinslage ist das ein gutes Ergebnis", bilanzieren der Geschäftsführer der Finanz- und Beteiligungsmanagement GmbH des Landes (FIBEG) Johannes Kern und Landesrat Ludwig Schleritzko. Erreicht wurde das laut Kern durch die risikoarme und breitgefächerte Veranlagungsform.

Fließen soll das Geld des Generationenfonds, der insgesamt mit rund 2,5 Milliarden Euro dotiert ist, in Sozialprojekte des Landes. Ein Teil von dem heuer erwirtschafteten Geld wird dem Budget zugeführt. Der Rest werde laut Schleritzko zum Aufbau einer Reserve verwendet, mit der mögliche Verluste in den kommenden Jahren ausgeglichen werden sollen. "Wie der Name schon sagt, sollen mehrere Generation etwas davon haben", meint der Finanz-Landesrat. 

Kapitalmärkte: Zukunft ungewiss

Durchaus positiv ist das Ergebnis für Kern auch, wenn man die Performance-Entwicklung der vergangenen zehn Jahre betrachtet: Mit einem Verlust wurde bisher nur im Vorjahr sowie 2008 und 2002 bilanziert. Seit 2009 konnte eine Wertsteigerung von 35,9 Prozent verzeichnet werden. Im Durchschnitt ist das ein Plus von 3,1 Prozent jährlich.

Die Großwetterlage an den Kapitalmärkten ist aktuell freundlich, erklärt Kern. Der Brexit, Trump oder Handelskonflikte zwischen China und den USA könnten allerdings jederzeit zu einer Verdunkelung der Lage führen, betont er.