Zwei Wochen Vorlaufzeit vor Matura-Start am 18. Mai. Bildungsminister betonte, dass Maturanten nach den Wiederöffnungen der Bildungsstätten zwei Wochen bekommen müssen, um in den Schulmodus zurückzufinden und Prüfungen nachholen zu können. NÖ-Landesschülervertretung beurteilt das positiv.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 23. März 2020 (13:32)
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Die Matura soll am Montag, 18. Mai, starten. Das betonte Bildungsminister Heinz Faßmann, der in der Vorwoche bereits die Verschiebung ankündigte, heute noch einmal. Bis zur Prüfung wären ab der Wiederöffnung der Schulen dann nach aktuellem Stand noch zwei Wochen Zeit. Die sei wichtig, damit noch nötige Schularbeiten nachgeholt werden und die Maturanten wieder in den "Schulmodus" zurückfinden können. Außerdem wurde die Prüfungsabfolge der einzelnen Gegenstände geändert. Los geht's am 19. Mai mit dem Fach Deutsch, dann folgen Englisch und Mathematik.

"Das ist auf jeden Fall die richtige Maßnahme, weil dadurch gewährleistet wird, dass auch in der Schule noch eine Vorbereitung auf die Matura erfolgt", heißt es dazu aus der niederösterreichischen Landesschülervertretung (LSV).

VWA muss nicht öffentlich präsentiert werden

Die Präsentation der Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA), die normalerweise verpflichtend als Teil der Matura gemacht werden muss, entfällt, wie Faßmann ankündigte, aufgrund der besonderen Umständen. Nur, wenn die schriftliche Arbeit negativ beurteilt wurde, können Schüler noch um eine Präsentation ansuchen. Das sehen die Schüler mit gemischten Gefühlen, schildert Benjamin Koiser von der LSV: Einige hätten sich damit die Noten noch verbessern, andere aber auch noch verschlechtern können. 

Klagen über zu viele Aufgaben, fehlende Struktur

Heute startet außerdem die zweite Woche des Heim-Unterrichts. Die LSV zieht positive Bilanz: "Es sind alle Beteiligten, sowohl die Lehrkräfte als auch die Schüler sehr bemüht den Unterricht am laufen zu halten."  Aufgetan hätten sich aber zwei Probleme: einerseits die Fülle an Arbeitsaufträgen, die die Schüler laut der LSV "teilweise erdrücken". Andererseits die zum Teil fehlende Struktur des E-Learnings. "Die Lehrer stellen ihre Aufgaben meist in verschiedenen Programmen, so dass oft der Überblick über die noch zu erledigenden Aufgaben verloren wird", erklärt Koiser von der LSV. Im Großen und Ganzen laufe der Unterricht aber recht gut und das Bundesministerium sowie die Bildungsdirektion seien im engen Austausch mit den Schülervertretern, um die Probleme schnellstmöglich zu beheben.