"1450“: Erfolg für die telefonische Gesundheitsberatung. Seit April läuft die telefonische Gesundheitsberatung. Bisher haben knapp 7.000 Anrufer den Service genutzt.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 15. August 2017 (02:05)
NLK/Burchhart
Die Landesräte Maurice Androsch (SP; v. l.) und Ludwig Schleritzko, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (beide VP) und der Geschäftsführer von 144 Notruf NÖ Christof Constantin Chwojka zogen eine erste Zwischenbilanz über die telefonische Gesundheitsberatung.

Bienenstiche. Zeckenbisse. Bauch- und Rückenschmerzen. Das sind die Beschwerden, aufgrund derer die meisten Anrufe bei der Rufnummer 1450, der telefonischen Gesundheitsberatung, eingehen. Unter dieser Nummer bekommen Krankheitsgeplagte rund um die Uhr eine Einschätzung, wie dringlich ihre Beschwerde ist und wohin sie sich damit am besten wenden sollen. Etabliert wurde diese Nummer nach internationalem Vorbild als Pilotprojekt am 7. April 2017, seither sind knapp 7.000 Anrufe eingegangen. Integriert ist die Rufnummer beim Notruf NÖ.

Diese Rufnummer solle den Patientinnen und Patienten „unnötige Wege ersparen und sofort Hilfe“ bieten, betonte VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei einer Zwischenbilanz. Ein Telefonat dauere im Durchschnitt zwölf Minuten. Die meisten Anrufe gingen in der Früh oder am Abend ab 19 Uhr ein, so die Landeshauptfrau. Die meisten Beratungen gab es in St. Pölten Stadt und Land sowie Baden und Mödling.

Notruf NÖ soll, so Finanzlandesrat und NÖGUS-Vorsitzender Ludwig Schleritzko (VP), die „zentrale Kommunikationsdrehscheibe“ im Land werden. „Das Ziel ist, dass alle Gesundheitsdienste unter dem Dach von Notruf NÖ gebündelt und koordiniert werden.“ Vier Millionen Anrufe werden jährlich über Notruf NÖ abgewickelt.

Für die Patienten sei es wichtig, eine Auskunft zu bekommen, unabhängig von der Schwere des Krankheitsbildes, so SP-Gesundheitslandesrat Maurice Androsch dazu.

Aktuell sind elf Vollzeitangestellte, alle diplomierte Krankenpfleger mit Zusatzausbildung, für die telefonische Gesundheitsberatung im Einsatz. Im Endausbau, also 2019/2020, sollen es 25 Vollzeitkräfte sein, so Christof Constantin Chwojka, der Geschäftsführer von Notruf NÖ. Voraussetzung ist, dass der Pilot weitergeführt wird.