220 Schienenkilometer wieder freigegeben. Nach dem Hochwasser und den daran anschließenden Vermurungen haben die ÖBB dank rascher Instandsetzungsarbeiten 220 Schienen-km wieder freigeben können. In Ost-NÖ sollte es am Donnerstagnachmittag so weit sein.

Erstellt am 06. Juni 2013 (15:29)
NOEN, HERBERT NEUBAUER (APA)
APA13097092 - 06062013 - HAINBURG - …STERREICH: Einsatzkräfte der Feuerwehr am Donnerstag, 06. Juni 2013, bei Dammbefestigungen im Bahnhofsbereich in Hainburg. Hochwasserschutzmaßnahmen finden derzeit verstärkt östlich von Wien statt. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER
Einige hundert Mitarbeiter waren an den vergangenen Tagen dafür abgestellt, berichtete ÖBB-Sprecher Michael Braun.

Züge verkehren wieder auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg, der Brennerstrecke, der Tauernbahn im Abschnitt Salzburg-Bischofshofen und im Abschnitt Kufstein-Kiefersfelden. Auf der Weststrecke bleibt die Korridorstrecke zwischen Kufstein und Salzburg dagegen nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) bis einschließlich kommenden Montag gesperrt. Auf dem ersatzweise eingerichteten Schienenersatzverkehr sind 30 Busse im Einsatz.

Nach wie vor unterbrochen sind die innerösterreichische Verbindung zwischen Salzburg und Tirol (Brixentalbahn), die Verbindung Bischofshofen-Radstadt, die Salzkammergutbahn zwischen Steeg-Gosau und Bad Aussee sowie die Donauuferbahn. Wann auf diesen Verbindungen der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit nicht absehbar.

Die EuroNight-Züge Wien–Bregenz und Wien–Zürich verkehren demgegenüber ab Donnerstagabend wieder durchgehend auf der Schiene: Statt wie bisher im abschnittsweisen Schienenersatzverkehr werden sie bis auf Weiteres über Passau–München nach Tirol geleitet.

Auch der Autoreisezug Wien-Bregenz wird ab Donnerstagabend wieder angeboten. Auch dieser Zug wird über Passau-München nach Tirol geleitet. Durch diesen alternativen Streckenverlauf verlängert sich die Reisezeit voraussichtlich um rund zwei Stunden.

Wie die ÖBB betonten, wird die Hochwasser-Entwicklung in Ungarn genau beobachtet. Auf der Verbindung Hegyeshalom-Györ-Budapest ist vorerst im Abschnitt Komarom-Almasfüzitö nur ein eingleisiger Betrieb möglich, was Verspätungen von 20 bis 30 Minuten zur Folge hat. Ansonsten gab es bis Donnerstagnachmittag keine Störungen, die Züge von Budapest nach Wien waren regulär unterwegs.

Kleinere Beeinträchtigungen gab es im Bahnverkehr in Niederösterreich. Die letzten sechs Kilometer der S7-Trasse Hainburg a.d. Donau/Kulturfabrik bis Wolfsthal waren gesperrt. Im Abschnitt Klosterneuburg-Kritzendorf stand wegen Unterspülung eines Fahrleitungsmastens nur ein Gleis zur Verfügung. Diese Einschränkung sollte voraussichtlich noch am Donnerstagnachmittag behoben werden.