Agrana mit weniger Gewinn und mehr Umsatz. Der börsenotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana hat im 1. Quartal 2014/2014 mit 39,9 Mio. Euro einen um 7,6 Mio. Euro geringeren Gewinn eingefahren als im Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres.

Erstellt am 11. Juli 2013 (09:15)

Der Umsatz kletterte indes um 9,9 Prozent auf 851,6 Mio. Euro, nach 774,6 Mio. Euro im Jahr davor.

Das Betriebsergebnis sackte um 12,7 Prozent auf 61,9 Mio. Euro ab. Das Finanzergebnis blieb nach minus 9,7 Mio. Euro im Vorjahr mit minus 7,9 Mio. Euro im negativen Bereich, teilte der Konzern am Donnerstag früh mit. Die Nettofinanzschulden stiegen immens.

Die hohen Rohstoffpreise würden die Profitabilität belasten, heißt es im Vorwort zum Finanzbericht von Agrana-Vorstandschef Johann Marihart. Die aus derzeitiger Sicht erwartete gute Getreideernte und die damit zusammenhängende Einschätzung sinkender Rohstoffpreise würden andererseits zu Druck auf die Verkaufspreise führen. Für das Gesamtjahr gehe man weiterhin von einem leichten Umsatzplus und einem Konzernergebnis "unter den sehr guten Werten der Vorjahre" aus.

Die Nettofinanzschulden stiegen allerdings deutlich. Sie lagen per 31. Mai 2013 mit 536,8 Mio. Euro um 53,1 Mio. Euro über dem Wert vom Gesamtjahr 2012/2013 (483,7 Mio. Euro). Nach dem ersten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres hatten die Schulden 475,8 Mio. Euro betragen.

Das Frucht-Segment steuerte 38,2 Prozent zum Umsatz bei, das Segment Stärke 25,9 Prozent und das Segment Zucker 35,9 Prozent. Marihart hob die Steigerung im Fruchtbereich hervor - dies sei ein "Erfolg unserer Verbesserungs- und Reorganisationsmaßnahmen" in diesem Bereich.

Vom Zuckerbereich kamen 305,7 Mio. Euro des Gesamtumsatzes (2012/2013: 306,8 Mio. Euro), aus dem Stärke-Segment 220,3 Mio. Euro (192,4 Mio. Euro) und aus dem Frucht-Segment 325,6 Mio. Euro (275,4 Mio. Euro).