Offene Gehälter und Urlaubsgeld in Rekordzeit. Nach Pleite schuldete Unternehmen MitarbeiterInnen 624.000 Euro Gehalt.

Erstellt am 10. August 2017 (12:03)
AKNÖ/Vyhnalek
Markus Wieser, Arbeiterkammer-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender

Dank der AK Niederösterreich können 56 Mitarbeiter eines insolventen Reisebüros aus dem Bezirk Amstetten zumindest einen verspäteten Urlaub antreten. Sie bekamen ihre offenen Gehälter samt Urlaubsgeld in Rekordzeit vom Insolvenzfonds ausbezahlt.

Kein Gehalt seit Mai, von Urlaubsgeld ganz zu schweigen. Und dann meldete der Arbeitgeber auch noch Konkurs an: Der Sommer begann düster für die 56 MitarbeiterInnen eines Reisebüros mit Sitz im Bezirk Amstetten und Filialen in Oberösterreich. Insgesamt 624.000 Euro schuldete das Unternehmen seinen Mitarbeiter.

„Bei Unternehmenspleiten brauchen immer die Beschäftigten am dringendsten Hilfe, weil sie oft seit Monaten auf ihr Geld warten.“, sagt Präsident Markus Wieser. „Wir sind froh, dass wir gerade jetzt den MitarbeiterInnen des Reisebüros zu ihrem Geld verhelfen konnten.“

Und noch eine gute Nachricht hat der Großteil der Mitarbeiter bekommen: Die Filialen ihres ehemaligen Arbeitgebers werden von einem anderen Reisebüro übernommen. Der Großteil der Arbeitsplätze bleibt erhalten.